Eigentlich hätte Rot-Weiß Oberhausen bereits vor einer Woche in die Restrunde der Regionalliga West starten sollen.

RWO

Terranova über Schalke II und mögliche Etatkürzungen

Christian Brausch
24. Februar 2017, 10:23 Uhr
Foto: Tillmann

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Eigentlich hätte Rot-Weiß Oberhausen bereits vor einer Woche in die Restrunde der Regionalliga West starten sollen.

Doch der Verband sagte die Partie gegen den BVB II ab.

Der Unmut über diese Absage hat sich nun gelegt, und die Oberhausener fiebern dem Spiel am Sonntag beim FC Schalke II entgegen (14:30 Uhr). Bis am Freitag um 11 Uhr auch diese Partie abgesagt werden musste - der Platz in Wanne-Eickel ist nicht bespielbar. Oberhausens Coach Mike Terranova hätte in dieser Partie mit Ausnahme der Langzeitverletzten Maik Odenthal, Sinan Özkara und Felix Haas auf alle Spieler zurückgreifen können. Torhüter Robin Udegbe hätte nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Maske spielen können.

Damit hat sich auch die Beobachtung der Partie Wattenscheid - Schalke II für Terranova erledigt: "Ich habe die Mannschaft gegen Wattenscheid gesehen, da hat sie mit sehr gut gefallen. Diese Partie hätte Schalke nie verlieren dürfen. Dort spielen schnelle und erfahrene Jungs, die Mischung ist klasse." Daher ist sich Terranova sicher: "Schalke hat zu viel Qualität um abzusteigen."

Hätte das Spiel stattfinden können, dann hätte Terranova seinem jungen Stürmer Raphael Steinmetz eine Chance in der Startelf gegeben, wie er uns verriet: "Raphael Steinmetz hat eine tolle Vorbereitung gespielt. Er hat sich seine Chance verdient, die wird er gegen Schalke auch bekommen." Ausruhen darf sich in Oberhausen derzeit sowieso niemand, denn nicht nur die etablierten Spieler machen aus der zweiten Reihe Druck, auch der aus der U23 hochgezogene Marvin Lorch. Terranova: "Er hätte sich einen Einsatz verdient, er gibt immer alles. Das freut mich."

Weniger erfreulich waren die Informationen, die RWO-Präsident Hajo Sommers in einem WAZ-Gespräch offenbarte. Die Saison sei noch nicht durchfinanziert und in der kommenden Spielzeit müsse der Etat eventuell heruntergeschraubt werden. Terranova hat zu diesem Thema eine klare Meinung: "Ich mache mir da keine großen Gedanken. Ich weiß, wie schwierig das für den Vorstand manchmal ist, gerade im Ruhrgebiet, wo es viele tolle Vereine gibt. Ich rechne den Verantwortlichen hoch an, wie sie das hier meistern. Bisher wurde immer alles eingehalten und es dankt einem keiner, wenn einer was aus dem privaten Portemonaie zahlt. Daher mosere ich nicht rum. Ich plane mit dem, was der Verein leisten kann. Jeder weiß, worauf er sich einlässt. Wer über solche Situationen meckert, der sucht nur im Vorfeld schon nach Entschuldigungen, wenn es mal nicht läuft."

Autor: Christian Brausch

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