Christian Heidel war schon beim FSV Mainz 05 dafür bekannt, stets ein offenes Ohr für die Belange der Fans zu haben.

S04

Plakat-Proteste - Heidel bietet den Ultras Gespräche an

24. Februar 2017, 09:31 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Christian Heidel war schon beim FSV Mainz 05 dafür bekannt, stets ein offenes Ohr für die Belange der Fans zu haben.

Schließlich stand er dort einst selbst in der Kurve. Auch den Ultras Gelsenkirchen hat der Schalker Manager nun Gespräche angeboten.

Diese hatten vor und während des Spiels gegen PAOK Saloniki am Mittwoch in Stellungnahmen und auf Transparenten die Aufarbeitung des Blocksturms der Gelsenkirchener Polizei beim Spiel im August 2013 kritisiert. Außerdem fühlten sie sich gegängelt, weil sie auf das Zeigen mazedonischer Flaggen und solcher ihrer befreundeten Anhänger von Vardar Skopje verzichten sollten – was sie nicht taten.

„Ich weiß nicht, ob das die allgemeine Meinung ist. Aber ich habe es natürlich auch gelesen, dass das kritisch gesehen wurde“, erklärte Heidel im Anschluss an die Begegnung. „Und ich habe natürlich auch vernommen, dass man wohl in dem einen oder anderen Kreis nicht so glücklich darüber war, was der Vorstand vorher gesagt hat.“ Ihm und dem gesamten Vorstand sei es aber wichtig gewesen, darauf hinzuweisen, dass es um ein Fußballspiel ging und gegenseitige Provokationen nicht gewollt waren.

Heidel stand damals noch nicht in Diensten der Königsblauen, möchte sich aber mit den Ultras zusammensetzen. „Das Ganze ist für mich schwer zu beurteilen, muss ich sagen“, gab Heidel zu. „Ich habe vieles gehört. Aber das ist drei Jahre her. Ich kann aus meiner Sicht nicht genau sagen, was in den drei Jahren aufgearbeitet wurde, was da genau bereits passiert ist.“ Ob man noch Dinge regeln könne, die so lange in der Vergangenheit liegen, ob es nochmal eine neue Aufarbeitung gibt, könne er nicht sagen.

Gleichwohl könne man gerne nochmal über die Ereignisse aus 2013 reden. „Dafür stehe ich sowieso immer zur Verfügung. Ich finde das wichtig, dass man sich da austauscht. Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit, mir das nochmal anzuhören, weil ich der Unbefangenste von allen bin. Wenn dieser Wunsch geäußert wird, herzlich gern.“ Jetzt sind die Ultras am Zug.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren