Für die U19 des Wuppertaler SV wird es langsam eng. Am Sonntag gastiert der Tabellenletzte der U19-Bundesliga beim direkten Konkurrenten aus Oberhausen.

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RWO - WSV - Britscho erwartet "7:7 auf höchstem Niveau"

Lukas Draeger
24. Februar 2017, 10:07 Uhr

Für die U19 des Wuppertaler SV wird es langsam eng. Am Sonntag gastiert der Tabellenletzte der U19-Bundesliga beim direkten Konkurrenten aus Oberhausen.

Die sportliche Lage, in der sich der Wuppertaler U19-Nachwuchs in diesen Tagen befindet, schaut alles andere als rosig aus. Die Bergischen stehen als Schlusslicht mit dem Rücken zur Wand. Vielleicht kommt es da gerade gelegen, dass der nächste Gegner nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat: Auch das Team von Rot-Weiß Oberhausen kämpft mit allen verfügbaren Mitteln gegen den Abstieg. Auf die Frage, was WSV-Trainer Christian Britscho am kommenden Sonntag für ein Spiel erwarte, entgegnet er ironisch: „Aufgrund der Ausgangslage, dass beide Mannschaften ihre fünf letzten Begegnungen allesamt haushoch gewinnen konnten, rechne ich gegen RWO mit einem atemberaubenden 7:7 auf höchstem Niveau.“ Vollkommen überzeugt von dieser Antwort war der Neu-Coach dann aber selber nicht: „Ich gehe von einem hart umkämpften Spiel aus, in dem die entsprechende Tagesform den Sieger hervorbringen wird.“

Britscho selber hält große Stücke auf die Spielweise der Oberhausener: „Sie treten diszipliniert auf und agieren aus einer sicheren Deckung. Alles ist aufeinander abgestimmt.“ Weiterhin lobt der Wuppertal-Coach das Oberhausener Spielkonzept: „Da steckt schon ein Plan dahinter.“

Nervosität mache sich innerhalb der WSV-Mannschaft aber nicht breit. „Nervös ist man nur, wenn man mit einer Situation wie der, in der wir uns aktuell befinden, im Vorfeld nicht gerechnet hat. Vielmehr überwiegt ein Gefühl freudiger Anspannung“, gesteht Britscho vor dem Abstiegskrimi. Ebenso, wie sein Gegenüber Mike Tullberg, vermeidet auch der Wuppertal-Trainer den Begriff des Sechs-Punkte-Spiels „Natürlich ist die kommende Begegnung sehr wichtig, aber eben auch nur eines von neun verbleibenden Spielen. Egal, wer am Sonntag gewinnt, es wird nicht die Vorentscheidung sein“, ist sich der Ex-VfLer sicher.

Dass die Oberhausener das Hinspiel mit 2:0 für sich entscheiden konnten, habe in Bezug auf das Rückspiel keinerlei Bedeutung: „Das Gesicht beider Mannschaften hat sich seitdem zu stark verändert.“ Besonders auffällig ist der Negativ-Trend der Bergischen: Der letzte Sieg in der Meisterschaft datiert vom 21. August 2016. Auswärts konnten die abstiegsbedrohten WSVer in dieser Saison noch gar nicht gewinnen. Dennoch will Britscho nicht von einer Auswärtsblockade sprechen: „Wir befinden uns, was die Auswärts-Auftritte angeht, in einer negativen Phase, aber eine Blockade ist das nicht.“ Sein Zusatz: „Darüber hinaus befassen wir uns mit derartigen Statistiken nicht, das sind Nebenkriegsschauplätze.“ Vielmehr zeigt sich der 46-Jährige über die zuletzt engagierten Leistungen seiner Mannschaft in den Duellen mit Essen und Bochum erfreut.

Verzichten müssen die Wuppertaler gegen RWO lediglich auf Philipp Wagner, der sich zuletzt im Niederrheinpokal verletzte. Wieder am Mannschaftstraining nimmt dagegen Angelos Pavlidis teil. Ob es für einen Einsatz im Kellerduell in Oberhausen reicht, ist noch ungewiss.

Autor: Lukas Draeger

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