Am kommenden Sonntag steigt das wohl spannendste Spiel des Spieltags der U19-Bundesliga in Oberhausen. Der Tabellenvorletzte RWO empfängt  Schlusslicht Wuppertal.

RWO U19

Abstiegskrimi gegen den Wuppertaler SV

Lukas Draeger
24. Februar 2017, 09:07 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Am kommenden Sonntag steigt das wohl spannendste Spiel des Spieltags der U19-Bundesliga in Oberhausen. Der Tabellenvorletzte RWO empfängt Schlusslicht Wuppertal.

Heiß hergehen wird es am Sonntag, wenn die U19-Teams von Rot-Weiß Oberhausen und dem Wuppertaler SV um jeden Zentimeter des Rasens kämpfen. Die Ausgangslage für beide Mannschaften ist alles andere als beruhigend: RWO, zwölf Punkte, Tabellenplatz 13. Der WSV belegt mit einem Punkt weniger den letzten Rang. Allerdings haben die Wuppertaler noch ein Spiel mehr zu absolvieren.

RWO-Trainer Mike Tullberg erwartet dementsprechend ein Alles-oder Nichts-Spiel. Allerdings hat der Abstiegskracher für ihn kein Endspielcharakter: „Wir haben uns das Ziel gesetzt, noch so viele Punkte zu holen, dass wir drin bleiben. Ob das jetzt gegen Wuppertal oder gegen den BVB ist, das ist egal.“ Dennoch gesteht er ein: „Nichtsdestotrotz ist es gerade wichtig, die Heimspiele für sich zu entscheiden und damit wollen wir Sonntag weitermachen." Den WSV sieht Tullberg nach dem Trainerwechsel als zielstrebigen und gerade in der Defensive kompakten Gegner an. Tullberg: "Ich erwarte ein ausgeprägtes Konterspiel und eine kampfbereite Wuppertaler Mannschaft."

Von Nervosität möchte der Oberhausener Coach nichts wissen: „Ich bin nicht nervös und die Mannschaft ist es auch nicht. Es überwiegt einfach die Vorfreude auf ein intensives Spiel. Nervös sollen die Jungs sein, wenn sie ihre erste Freundin besuchen.“ Bei einem Sieg bekämen die abstiegsbedrohten Kleeblätter auch nur drei Punkte. „Vier Siege müssen noch her und was das angeht, habe ich vollstes Vertrauen in meine Mannschaft." Tullberg selber wehrt sich gegen die Bezeichnung eines Sechs-Punkte-Spiels: „Klar, bei einer Niederlage bekämen wir keine Punkte und der WSV gleich drei, aber dann müssten wir eben in anderen Spielen punkten.“

Das Hinspiel im Bergischen konnten die Oberhausener mit 2:0 für sich entscheiden. Der damalige Doppeltorschütze Tarik Kurt wird seiner Mannschaft am Sonntag allerdings fehlen. Er sah beim 0:3 in Leverkusen in der vergangenen Woche seine fünfte Gelbe Karte. Aus dem 2:0-Hinspielerfolg macht sich Tullberg heute nichts mehr: „Das hat für Sonntag keine Bedeutung, jedes Spiel ist anders.“

Autor: Lukas Draeger

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren