So gut gelaunt wie nach dem Wochenende haben selbst seine Kollegen Dominik Wydra noch nicht erlebt.

Bochums Wydra

Whatsapp-Flut nach Hammertor

23. Februar 2017, 08:03 Uhr
Foto: firo

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So gut gelaunt wie nach dem Wochenende haben selbst seine Kollegen Dominik Wydra noch nicht erlebt.

Mit einem Kracher aus 25 Metern hatte er am vergangenen Samstag drei Minuten vor dem Spielende die aufziehenden, düsteren Abstiegskampfwolken pulverisiert.

Das ist natürlich auch in seiner Heimat Österreich, wo der letztjährige Kapitän der U21-Nationalmannschaft unheimlich populär ist, auf große Resonanz gestoßen: „Ich habe eine regelrechte SMS und Whatsapp-Flut über mich ergehen lassen, aber das tut sehr gut. Ich habe mich über jede einzelne gefreut“, teilt Wydra mit.

Wydra kehrt auf seine Stammposition zurück
Sein Start beim VfL im vergangenen Sommer war nicht einfach. Obwohl Wydra in Paderborn meist im Mittelfeld und selten als Innenverteidiger gespielt hat, haben die Verantwortlichen des VfL den 22-Jährigen für das Abwehrzentrum verpflichtet. Wohl aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass er jederzeit auf der Sechser-Position spielen kann. Doch wie schon in Paderborn, als er beim Pokalspiel gegen den BVB erstmals als Innenverteidiger auflief und mit seinen Kollegen mit 1:7 unterging, liefen auch die ersten Versuche in der Abwehr des VfL nicht gerade erfolgreich.

Wydra denkt mit Schrecken an das Testspiel vom 20. Juli im letzten Jahr. 3:0 führte der VfL im Vonovia Ruhrstadion gegen die Belgier von KAS Eupen, als er für Tim Hoogland eingewechselt wurde. Erst an der Seite von Felix Bastians, dann an der von Maxim Leitsch erlebte er ein Waterloo. Die Belgier machten aus einem 0:3 ein 4:3. Wydra: „Das war nicht mein bestes Spiel, aber ich konnte viel Erfahrung sammeln.“

Danach schien es so, als hätte Trainer Gertjan Verbeek ihm von seinen Innenverteidigerkandidaten zunächst gestrichen. Dafür spürte der Österreicher dann ab Januar seine neue Chance. In den Tests kam er ausnahmslos im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Wydra: „Da fühle ich mich doch sehr wohl und dort komme ich hin und wieder in die Position, um aufs Tor zu schießen.“

Ösi-Duell fällt aus

Und was im Testspiel schon einmal klappte, das half dem VfL am vergangenen Samstag zum ersten Rückrundensieg. So soll es natürlich auch am Sonntag in Nürnberg weitergehen. Auch wenn das Ösi-Duell mit Guido Burgstaller nicht mehr zu Stande kommt. Wydra: „Im Hinspiel war ich verletzt und er gesperrt. Jetzt, wo ich vielleicht zum Einsatz komme, spielt er schon zwei Monate auf Schalke. Schade, denn mit ihm habe ich zwei Jahre bei Rapid Wien zusammengespielt.“

Ansonsten blickt er voller Vorfreude auf das Spiel in Nürnberg. „Ich denke, dass der Sieg eine beruhigende Wirkung hat und sich befreiend auf unsere Leistung auswirkt. Es war schon eine Belastung, dass wir trotz der guten Leistungen in den Auswärtsspielen ohne Punkt geblieben sind. Das war dann zuhause schon eine schwierige Situation. Jetzt freuen wir uns auf Nürnberg und wollen uns auswärts endlich einmal belohnen.“

Längst hat sich der Wiener in Deutschland eingelebt. „Als ich nach Paderborn kam, war das wie ein Kulturschock. Aber hier im Ruhrgebiet ist es richtig okay. Bochum ist eine schöne Stadt und der Ruhrpott bietet nach den Spielen eine Menge an Abwechslungen.“

Doch wenn die Fans sich einmal nach einem Spiel in den Bochumer Stadtpark verirren. Dann werden sie überrascht sein, dort Wydra immer wieder zu treffen: „Das ist mein absolutes Lieblingsfleckchen in Bochum, da bin ich einen Steinwurf vom Stadion oder der Innenstadt entfernt. Mitten im Grünen – und das genieße ich sehr häufig.“

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