Zwei Spiele, zwei Siege, 9:2 Tore: Der Wuppertaler SV ist furios in die Restrunde der Regionalliga-West-Saison 16/17 gestartet.

Wuppertaler SV

Trainer bricht Lanze für seinen Kapitän

Krystian Wozniak
22. Februar 2017, 12:32 Uhr
Foto: Micha Korb

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Zwei Spiele, zwei Siege, 9:2 Tore: Der Wuppertaler SV ist furios in die Restrunde der Regionalliga-West-Saison 16/17 gestartet.

Nach dem 5:1-Derbyerfolg gegen Fortuna Düsseldorf II folgte ein 4:1-Sieg über den SV Rödinghausen, der am Dienstagabend im Westfalenpokal überraschend Preußen Münster ausschaltete. Zwei Partien, in denen der WSV nicht nur tolle Ergebnisse einfuhr, sondern vor allem spielerisch überzeugte. Kampf- und laufstark sowie stets torgefährlich, die Mannschaft von Trainer Stefan Vollmerhausen sprühte nur so vor Spielfreude. "Das war schon gut. Man hat deutlich gesehen, dass wir eine ordentliche Vorbereitung absolviert und einige Kilometer abgespult haben. Ich freue mich zu sehen, dass sich jeder Einzelne ein paar Schritte weiterentwickelt hat. Das muss das Ziel mit unserem jungen Kader sein", sagt Vollmerhausen.

Er hat eine unglaublich hohe Akzeptanz in der Mannschaft. Über seine fußballerischen Qualitäten brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Er gehört zu den besten Spielern der Liga. Wenn er fit ist, dann wird er die Mannschaft auch auf den Rasen führen
Vollmerhausen über Manno

Der A-Lizenzinhaber steht mit seinen Schützlingen aktuell sogar vor dem großen Rivalen Rot-Weiss Essen. Für den 43-Jährigen aber kein Grund um in Euphorie zu verfallen: "Mir ist die Rivalität zwischen dem WSV und RWE als gebürtiger Wuppertaler natürlich bekannt. Aber wir haben noch so viele Spiele. Da können wir uns aktuell nichts für kaufen, dass wir vor Rot-Weiss Essen stehen. Wir haben andere Ziele." Primär geht es für den Aufsteiger nicht darum, am Ende vor RWE zu stehen sondern den Klassenerhalt zu schaffen und am besten den Niederrheinpokal zu gewinnen. Vollmerhausen: "Für den Klassenerhalt benötigen wir 42 Punkte, da sind wir auf einem guten Weg und werden das auch schaffen. Im Niederrheinpokal stehen wir im Halbfinale. Da schauen wir jetzt natürlich nur auf die Vorschlussrunde. Aber wir wissen auch, was möglich ist." Zuletzt war der Wuppertaler SV in der Saison 2007/08 im DFB-Pokal vertreten. Damals unterlag der Regionalligist vor 61.000 Zuschauern auf Schalke dem FC Bayern München mit 2:5.

Für die Realisierung der Saisonziele benötigt Vollmerhausen auch seinen Kapitän. Gaetano Manno war in den ersten beiden Spielen 2017 nicht dabei. Zum einen wegen einer Gelbsperre und zum anderen aufgrund von Oberschenkelbeschwerden. Kritiker, die behaupten, dass Mannos Zeit vielleicht abgelaufen sei und die Mannschaft den Routinier nicht mehr benötige, belehrt Vollmerhausen eines Besseren: "Gaetano ist unser Kapitän. Er hat eine unglaublich hohe Akzeptanz in der Mannschaft. Über seine fußballerischen Qualitäten brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Er gehört zu den besten Spielern der Liga. Wenn er fit ist, dann wird er die Mannschaft auch auf den Rasen führen."

Ob das schon am Samstag in Ahlen (14 Uhr) sein wird, ist äußerst fraglich. Am Donnerstag (12 Uhr) soll es im Wersestadion eine Platzbegehung geben. "Hier schüttet es die ganze Woche. Das sieht nicht gut aus", berichtet Ahlens Trainer Erhan Albayrak. Falls das Spiel in Ahlen angepfiffen werden sollte, dann würden Vollmerhausen aktuell nur Manno (Oberschenkelprobleme) und Silvio Pagano (Sprunggelenkprobleme) nicht zur Verfügung stehen. "Am ersten März-Wochenende gegen Verl sollten beide dann wieder dabei sein", hofft Vollmerhausen.

Autor: Krystian Wozniak

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