Horst Heldt kann neidisch sein: Während er in seinen fünf Jahren auf Schalke stets auf die Kosten achten musste und sich nur zwei zweistellige Millionen-Transfers leistete, darf Nachfolger Christian Heidel kräftig investieren. Ein Kommentar.

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Was Heidel und Heldt unterscheidet

Andreas Ernst
20. Februar 2017, 19:22 Uhr
Foto: firo

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Horst Heldt kann neidisch sein: Während er in seinen fünf Jahren auf Schalke stets auf die Kosten achten musste und sich nur zwei zweistellige Millionen-Transfers leistete, darf Nachfolger Christian Heidel kräftig investieren. Ein Kommentar.

Was Heldt kaum trösten mag: Für einen Grund hat er selbst gesorgt. Stets qualifizierte sich Schalke in seiner Amtszeit für den Europapokal. Heldt nahm zudem für Manuel Neuer und Julian Draxler knapp 70 Millionen Euro ein – und gestaltete Leroy Sanés Vertrag so, dass auch das Talent 50 Millionen Euro einbrachte. Schalke steht auf einem anderen finanziellen Niveau als im März 2011 bei Heldts Amtsantritt.



Der zweite Grund könnte Heldt treffen: Die Schalker Vereinsführung traut Heidel einfach mehr zu. Sie glaubt daran, dass Heidel die Umsetzung der Vereinsphilosophie und eine Finanzpolitik mit Augenmaß besser umsetzen kann. Deshalb genehmigt der Aufsichtsrat Heidel auch große Investitionen trotz fraglicher sportlicher Perspektive. Mischte sich in Heldts Amtszeit Klubboss Clemens Tönnies noch regelmäßig ein, lässt Tönnies Heidel in Ruhe.

Denn er weiß, dass Heidel von seinen Plänen überzeugt ist und daran festhält. Heidel agiert – Heldt reagierte etwas zu oft. Drei Cheftrainer entließ er in seiner Amtszeit vorzeitig. Markus Weinzierl darf sich unter Heidel auch mal eine Niederlagenserie erlauben.

Autor: Andreas Ernst

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