Die U19-Junioren des MSV Duisburg gastieren am Sonntag (11 Uhr) bei Rot-Weiss Essen. RWE steht nach der Niederlage letzte Woche bei RWO mit dem Rücken zur Wand.

MSV Duisburg U19

Mit Kompaktheit gegen den Abstieg

Lukas Draeger
18. Februar 2017, 08:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Die U19-Junioren des MSV Duisburg gastieren am Sonntag (11 Uhr) bei Rot-Weiss Essen. RWE steht nach der Niederlage letzte Woche bei RWO mit dem Rücken zur Wand.

In bedrückte Duisburger Gesichter schaute der Zuschauer in der letzten Woche, nachdem die U19-Bundesliga-Partie zwischen dem 1. FC Köln und MSV Duisburg abgepffifen worden war. Mit 1:5 unterlagen die jungen Zebras bei den Geißböcken. Zwar hatte MSV-Trainer Engin Vural im Vorfeld dieser Begegnung vor der enormen Qualität der Domstädter gewarnt, doch eine derartige Schlappe wollte man dennoch sicherlich vermeiden. „Wir haben letzte Woche keinen guten Tag erwischt und vollkommen zurecht verloren. Das Spiel ist für uns abgehakt“, blickt Vural auf die Niederlage zurück.

Am Sonntag spielt seine Elf bei Rot-Weiss Essen. Noch trennen beide Teams sechs Punkte. Der Vorsprung der Rot-Weissen auf die Abstiegsränge ist bis auf zwei Zähler geschmolzen. Vural erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe“: „Alles ist offen, Essen wird uns das Spiel so schwer wie möglich gestalten wollen.“ Eine Gemeinsamkeit zum kommenden Gegner sieht er in der ähnlichen Spielpsycholgie.

Das Hinspiel in Duisburg endete torreich: 3:3 hieß es am Ende nach intensiver Schlussphase. Besonderheit damals: Bis zur 84. Minute führte der MSV mit 3:1- dann kam der Einbruch. Boris Tomiak (84.) und Johan Scherr (90.) sicherten spät das Remis für die Essener. Die Meidericher jedoch gaben an diesem Tag nicht zum letzten Mal den sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Auch in den Spielen gegen den Wuppertaler SV und Borussia Mönchengladbach verspielte man die Führung durch späte Gegentreffer. Fehlt einfach die letzte Entschlossenheit oder sind die verspielten Punkte das Resultat von Unkonzentriertheit? „Die Gründe für dieses Phänomen sind schwer an einem Punkt festzumachen. Da spielen viele kleine Faktoren eine Rolle“, weiß Vural. „Wir haben die Spiele aufgearbeitet und versuchen nun diese Fehler in der Rückrunde abzustellen.“

Dass derartige Unkonzentriertheiten am Sonntag mit aller Wahrscheinlichkeit bestraft werden, das ist auch in Duisburg bekannt. Vural wisse besonders um die Offensiv-Qualitäten der Essener. Nach der letztwöchigen 1:2-Niederlage in Oberhausen erwarte er einen „wiedererstarkten“ Gegner: „Da müssen wir aufpassen. „Besondere Gefahr aufgrund der brisanten Tabellensituation RWE's sieht der Kopf der Zebra-Herde aber nicht: „Wir wollen uns nicht an anderen Mannschaften orientieren. Es ist wichtig, dass wir unsere Leistung abrufen und uns schnellstmöglich aus dem Abstiegskampf verabschieden.“ Kompaktheit und die entsprechende Tagesform seien Mittel, mit denen sich die Meidericher die nächsten drei Zähler erhoffen. Trotz der Bedrohung aus dem Tabellenkeller sieht Vural die kommende Paarung nicht als „sechs-Punkte-Spiel“ an.

Verzichten müssen die Zebras ein letztes Mal auf Torwart Jonas Brendieck. Nach dem kommenden Spieltag hat der Duisburger Schlussmann seine Rotsperre dann abgesessen. Ein großes Fragezeichen steht allerdings hinter Verteidiger Lennart Laader, den zurzeit eine ein grippaler Infekt plagt. Doch sicherlich werden die Meidericher am Sonntag trotzdem mit „Kompaktheit“ nach drei Punkten gegen den Abstieg greifen.

Autor: Lukas Draeger

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