Kevin Wolze ist der treueste MSV-Akteur im derzeitigen Kader. Mittlerweile ist er aber nicht nur zum unverzichtbaren Stammspieler gereift.

MSV Duisburg

Wolze in Doppelfunktion

16. Februar 2017, 08:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Kevin Wolze ist der treueste MSV-Akteur im derzeitigen Kader. Mittlerweile ist er aber nicht nur zum unverzichtbaren Stammspieler gereift.

Der Ausfall von Branimir Bajic wiegt schwer. Dies zeigt der Blick auf die vergangenen Spiele: Unter der Regie des MSV-Kapitäns fingen sich die Zebras in 18 Begegnungen lediglich zehn Gegentore. Ohne den Bosnier sind es in vier Partie bereits fünf. Und auch gegen die Mainzer U23 dürfte Bajic noch ausfallen: „Branimir und ich gehen sehr ehrlich miteinander um. Er ist sehr erfahren und kann sich gut selbst einschätzen,“ erzählt sein Trainer Ilia Gruev und fügt hinzu: „Er fühlt sich momentan nicht zu 100 Prozent fit, ist aber auf einem guten Weg.“

Für den verletzten Routinier übernahm in den vergangenen Partien Kevin Wolze die Binde. Der verspürt ob dieser Aufgabe aber keinen besonderen Druck: „Wir wissen, wer unsere Führungsspieler sind. Ob ich dann die Binde trage oder nicht, ist nicht so entscheidend, da die Verantwortung sowieso auf mehreren Schultern verteilt wird.“ Generell scheint sein Trainer mit dem Spielermaterial zufrieden zu sein: „Wir haben eine gute Hierarchie in der Truppe und einen richtig starken Kader. Auch wenn manche Spieler nicht oft zum Zuge kommen, weiß ich, dass ich mich auf sie verlassen kann. Wir harmonieren und funktionieren als Mannschaft sehr gut.“

Funktionieren tut Wolze auch als Linksverteidiger im MSV-Spiel. Bereits in der vergangenen Spielzeit setzte sein bulgarischer Trainer den 26-Jährige bevorzugt in der defensiveren Außenrolle ein: „Er hat sich in den letzten Jahren bei uns als Linksverteidiger etabliert. Da hat er das Spiel vor sich, kann von hinten heraus nach vorne marschieren und gute Flanken aus dem Halbfeld bringen“, erzählt Gruev und lobt seinen Akteur: „Die Position passt sehr gut zu ihm und er kennt seine Aufgaben.“

Eine dieser Aufgaben ist zum Beispiel die des Kassenwartes. Dort ist schon das eine oder andere Sümmchen zusammengekommen. Für eine Gelbe Karte wegen Meckerns muss zum Beispiel gezahlt werden. „Ich habe die Zahlen nicht im Kopf, aber das kostet 50 oder 100 Euro“, berichtet Wolze. Sein Trainer sieht solche Strafen naturgemäß nicht gerne, verlässt sich aber auf seinen Schuldeneintreiber: „Eine Gelbe Karten für solche Aktionen verstehe ich nicht so ganz, aber dann ist Kevin dafür verantwortlich.“ Am Ende der Spielzeit soll dann vom eingenommenen Geld eine Reise stattfinden. Wolze: „Es kommt auch auf das Finale im Niederrheinpokal an - aber ich denke, wir werden schon etwas schönes finden.“

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