In der Aufstiegssaison 2014/15 belegte der MSV Duisburg nach 22 Spielen in der Tabelle der 3.?Fußball-Liga mit 36 Punkten Platz sechs.

MSV Duisburg

Ein Polster – nicht zum Ausruhen

Dirk Retzlaff, Sven Kowalski
14. Februar 2017, 05:07 Uhr
Foto: firo

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In der Aufstiegssaison 2014/15 belegte der MSV Duisburg nach 22 Spielen in der Tabelle der 3.?Fußball-Liga mit 36 Punkten Platz sechs.

Damals waren die Zebras die – am Ende erfolgreichen – Jäger. Diesmal ist es anders – wobei die Frage im Raum steht, ob die vermeintlichen Jäger noch genügend Munition im Magazin haben, um den MSV noch zur Strecke zu bringen. Der Spitzenreiter weist 42 Punkte auf und liegt sieben Punkte vor dem Relegationsrang.

Nach dem verrückten 3:2-Sieg über Preußen Münster am Sonntag – der im Mai bei der Rückschau vielleicht als entscheidender Meilenstein der Saison betrachtet werden kann – liegen die Meidericher komfortabel an der Tabellenspitze. Eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf ist das naturgemäß noch nicht, immerhin stehen noch 16 Begegnungen im Spielplan. „Wir werden nicht den Fehler machen, uns jetzt sicher zu fühlen“, sagt MSV-Sportdirektor Ivica Grlic.

Mainz kann unbequem sein
Auch Innenverteidiger Dustin Bomheuer ist weit davon entfernt, bereits den Partyservice zu buchen. „Wir wollen uns nicht auf der Tabellenführung ausruhen. Wir haben uns ein kleines Polster zugelegt, das wir vielleicht noch gut gebrauchen können.“ Entsprechend seriös wollen die Zebras auch das nächste Auswärtsspiel bei der U 23 des FSV Mainz 05 am Freitag angehen. Die Mainzer sind zwar abgeschlagenes Schlusslicht, zeigten aber am vergangenen Freitag mit dem Auswärtssieg bei Aufstiegsaspirant VfL Osnabrück, dass sie ein unbequemer Gegner sein können. Und auch der MSV stand gegen Münster kurz davor, gegen ein abstiegsbedrohtes Team zu patzen. „Die Liga ist unfassbar ausgeglichen. Da kann jeder jeden schlagen. Deshalb ist jeder Punkt enorm wichtig“, so Bomheuer.

Die Duisburger Besonderheiten aus der Hinrunde – eine starke Abwehr und eine abschlussschwache Offensive – scheinen im neuen Jahr nicht mehr zu gelten. „Wir haben jetzt in zwei Heimspielen vier Gegentore kassiert – aber wir haben auch fünf geschossen“, machte Trainer Ilia Gruev nach dem Spektakel am Sonntag deutlich, was ihm gefiel und was ihn störte. „Dass wir einen Konter und ein Tor nach einer Ecke kassieren, darf so nicht passieren. Das müssen wir uns noch einmal angucken“, sah Außenverteidiger Kevin Wolze nach dem Spiel Klärungsbedarf. „Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit ein wenig gepennt“, ärgerte sich Dustin Bomheuer.

Dausch im Aufwind
In Mainz wollen sich die Zebras keine Schlafphasen erlauben. Auch wenn das Münster-Spiel rund um das Team eine große Euphorie auslöste, wird Ilia Gruev auch den Finger in die Wunde legen. Im Vorfeld des nächsten Spiels werden einige Positionen zur Disposition stehen. Die Stürmer haben weiterhin Luft nach oben – was sich auch in der Torstatistik niederschlägt. Erst ein Stürmertor (Kingsley Onuegbu gegen Osnabrück) steht in der Rückrunde zu Buche.

Im Mittelfeld sorgte zuletzt Martin Dausch als Einwechselspieler für Belebung. Und in der Abwehr könnte Kapitän Branimir Bajic, zuletzt verletzt und krank außer Gefecht, bald wieder eine Rolle spielen. Thomas Blomeyer konnte im Münster-Spiel nicht an seine starken Vorstellungen aus den beiden vorherigen Spielen anknüpfen – für einen jungen Spieler ist das weder ungewöhnlich noch ein Beinbruch

Autor: Dirk Retzlaff, Sven Kowalski

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