In einem von Beginn an sehr hitzigen und intensiven U19-Revierderby behielt RWO gegen RWE am Ende die Nase vorn. Der Sieg geht aufgrund einer starken zweiten Halbzeit in Ordnung.

U19-Abstiegskampf

RWO triumphiert im Derby erneut gegen RWE

Fabian Kleintges-Topoll
12. Februar 2017, 14:40 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

In einem von Beginn an sehr hitzigen und intensiven U19-Revierderby behielt RWO gegen RWE am Ende die Nase vorn. Der Sieg geht aufgrund einer starken zweiten Halbzeit in Ordnung.

Das Spiel lief keine 30 Sekunden, da zappelte der Ball schon zum ersten Mal im Netz. Nach einer schönen Kombination der Essener flankte [person=33229]Baris Ekincier[/person] von der rechten Seite genau auf [person=33238]Jason Ceka[/person], der zur frühen Gästeführung einnetzte. "Das war schlecht verteidigt an der rechten Außenbahn und darf zu so einem frühen Zeitpunkt nicht passieren", schimpfte Oberhausen-Trainer Mike Tullberg nach dem Spiel. Seine Mannschaft zeigte sich wenig geschockt und überhaupt nicht beeindruckt vom frühen Rückschlag. Bereits zwei Minuten später konnte RWO durch [person=30507]Tarik Kurt[/person] ausgleichen. "Das war genau das, was wir wollten. Die Mannschaft konnte den Plan danach eins zu eins umsetzen. Das haben die Jungs sehr gut gemacht", so der Ex-Profi.

Nach dem schnellen Ausgleich nahm RWO das Heft zunächst in die Hand und hatte mehr vom Spiel. Die Hausherren setzten auf ihre Konterstärke und hatten sehr viel Ballbesitz. Dennoch war Essen in der ersten Halbzeit die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Das Team von Trainer Carsten Wolters konnte sich besonders in der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs einige hochkarätige Chancen erarbeiten. Die dickste Gelegenheit hatte der Torschütze zum 0:1. In der 45. Minute traf der 17-jährige Ceka per Kopf aber nur den Querbalken. Die zweite Hälfte begann temporeich und aggressiv. Das Spiel zeigte den typischen Derby-Charakter. Der Siegtreffer gelang RWO in der 51. Minute. Maxwell Bimpek brachte seine Mannschaft mit einem sehenswerten Flugkopfball in Front. "Ich bin sehr zufrieden. Ich habe lange auf so einen Moment gewartet und bin froh, dass ich meine Chance bekommen habe", so der Siegtorschütze.

Oberhausen bekam nach der Führung viele große Konterchancen, die allerdings oft leichtfertig vergeben wurden. "Wir stehen fünf Mal in Überzahl alleine vor dem Tor der Essener. Dann muss man das Spiel auch zu Ende bringen", kritisierte Tullberg. Trotzdem ist der Coach froh über die gewonnen Bigpoints im Abstiegskampf. Auch über die starke läuferische Leistung seiner Mannschaft und das hohe Pressing äußerte sich Tullberg: "Das war schon beeindruckend, vor allem wenn man die letzte Woche anschaut, wo viele Spieler krank waren. Wir wussten gar nicht, ob wir elf Spieler zusammenkriegen. Aber die Jungs sind als eine Einheit aufgetreten."

Mit so einer Leistung ist der Klassenerhalt für RWO sicherlich noch möglich, auch wenn es für einen Klub wie Oberhausen laut Tullberg "unter den Bedingungen in der Bundesliga sehr schwer ist". Doch Derbysiege können eventuell Flügel verleihen. Zumal RWO beide Spiele in der Saison gegen RWE gewinnen konnte. Für die Essener war es nach dem Heimspiel gegen den WSV die zweite vergebene Chance, sich im Keller der Liga etwas abzusetzen. Wolters war bedient: "In unserer guten Phase vor dem Ende der ersten Halbzeit hätten wir in Führung gehen müssen. Wir haben die Chancen vergeben und nach dem 1:2 haben wir zu viele Konter zugelassen, nach vorne kam nicht mehr viel von uns. Jetzt sind wir weiter voll im Abstiegskampf."

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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