Schalkes Trainer Markus Weinzierl sieht Samstags-Gegner Hertha BSC Berlin als „eine große Herausforderung.“

Schalke

Weinzierl über Hertha, Bayern und Weiterentwicklung

Thomas Tartemann
10. Februar 2017, 17:55 Uhr
Foto: Firo

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Schalkes Trainer Markus Weinzierl sieht Samstags-Gegner Hertha BSC Berlin als „eine große Herausforderung.“

Der Fußball-Lehrer lobt den Gegner als „sehr stabil“ und rechnet nicht mit einem Leistungs-Einbruch nach dem Frust-Erlebnis vom Mittwochabend. „Das Ausscheiden im Pokal bei Borussia Dortmund war unglücklich. Hertha hat dort eine tolle Leistung gezeigt. Sie können stolz sein. Ich denke, dass ihnen das Aus nach Elfmeterschießen keinen Knacks gibt.“

Spielt es Schalke womöglich in die Karten, dass die Pokalpartie in Sandhausen in der regulären Spielzeit gewonnen wurde? „Sowohl die Berliner als auch wir haben eine Englische Woche mit Pokal. Hertha hat 120 Minuten gespielt, wir haben 90 Minuten aus Sandhausen in den Beinen. Ich glaube nicht, dass es zwischen uns einen großen Unterschied von der Belastung her gibt“, so Weinzierl.

Die Hauptstädter stehen in der Tabellenregion, in die Schalke durch eine Energieleistung bis zum Mai noch vorstoßen will. „Dass die Hertha auf einem Europa League-Platz steht, ist für mich keine Überraschung. Man sieht, dass es ein gewachsenes Team ist. Mein Kollege Pal Dardai baut in Berlin kontinuierlich etwas auf. Sie haben zwar nicht die individuelle Extraklasse, aber dafür funktionieren sie als Kollektiv“, lobt Weinzierl.

In der Hinrunde kassierte Schalke ein 0:2 in Berlin. „Das war in der Phase, als wir fünfmal in Folge verloren haben. Wir haben zu den Niederlagen durch zahlreiche Fehler beigetragen – also auch gegen die Hertha“, blickt der Trainer zurück. Mittlerweile sieht Weinzierl seine Elf gefestigter. „Eine Mannschaft lebt davon, dass sie wenig Tore bekommt, stabil auftritt, viel arbeitet, spielerisch Akzente setzt und selbst Treffer erzielt. Wir sind dabei, die beiden letztgenannten Dinge zu optimieren.“

Der 42-jährige Hundefreund stellt fest: „Unser 1:1 bei Bayern München war eine starke Leistung, die viel Selbstvertrauen gibt. So ist in dieser Saison noch keiner in München aufgetreten. Im Pokal-Viertelfinale müssen wir wieder zu den Bayern. Wenn man über den Pokal nach Europa will, muss man Bayern schlagen.“

Am Samstag steht allerdings ein anderer Wettbewerb im Vordergrund. In der Bundesliga muss Schalke viel Boden gutmachen. Weinzierl: „Natürlich sind wir nicht zufrieden mit unserem Abschneiden. Wenn wir das Spielerische und das Offensive mit Konstanz zusammenbringen, wäre es optimal.“

Autor: Thomas Tartemann

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