Was für ein Krimi. Der BVB hat sich gegen Hertha BSC im Elfmeterschießen durchgesetzt und das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht.

BVB

Die Noten nach dem Pokalspiel gegen Hertha BSC

Sebastian Weßling
08. Februar 2017, 23:29 Uhr
Foto: firo

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Was für ein Krimi. Der BVB hat sich gegen Hertha BSC im Elfmeterschießen durchgesetzt und das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht.

Hier haben wir die Noten der Dortmunder:

Roman Bürki (2): Rettete erst reaktionsschnell gegen Brooks‘ Kopfball, hatte dann Glück, dass Ibisevic den Abpraller über das Tor köpfte (26.) – und war wenig später gegen den freistehenden Kalou machtlos (27.). Ansonsten der gewohnt sichere Rückhalt. Im Elfmeteschießen avancierte er zum Dortmunder Helden.

Erik Durm (3-): Begann als Linksverteidiger in einer Fünferkette, wechselte nach Schmelzers Auswechslung auf die rechte Seite. Hüben wie drüben unauffällig – allerdings beim 0:1 mit in der Verlosung, als die Kommunikation mit Piszczek nicht stimmte. Offensiv gab er kaum Impulse.

Lukasz Piszczek (5): Verlebte nicht seinen besten Abend als Abwehrspieler: Ließ erst Brooks laufen, der mit seinem Kopfball an Bürki scheiterte (26.). Kam dann vor dem Gegentor nicht schnell genug zum völlig freistehenden Kalou (27.). Zur Pause verletzungsbedingt ausgewechselt.

Sokratis (4): Der Abwehrchef hatte riesiges Glück, als er erst den Ball an Ibisevic verlor, diesen dann ungestraft festhielt und schließlich noch per Grätsche von hinten gegen den Angreifer klären konnte (9.). Vor dem 0:1 ließ er sich aus dem Abwehrzentrum locken, dadurch hatte Torschütze Kalou nach Daridas Halbfeldflanke viel zu viel Platz (27.). Nach der Pause dann aber wieder gewohnt sicher. In der Verlängerung dann aber mit einem selten dämlichen Platzverweis, als er sich innerhalb von Sekunden Gelb und Gelb-Rot wegen Meckerns abholte (120.).

Marc Bartra (2-): Begann mit einigen starken Spieleröffnungen, zwischenzeitlich aber wurde die Streuung größer – kurz nach der Pause aber leitete er mit brillantem Steilpass das 1:1 ein (47.). Und in seinem Kerngeschäft, der Abwehrarbeit, konnte man ihm wenig vorwerfen – rettete in der Verlängerung ganz stark gegen den durchgelaufenen Kalou (113.).

Marcel Schmelzer (3-): Ähnlich unauffällig wie Durm auf der anderen Seite. Machte seine Seite dicht, nach vorne aber kam wenig.

Julian Weigl (2-): Ibisevic mühte sich, ihn vom Spielgeschehen abzuschneiden – was nicht immer gelang. Weigl fand seine Räume, mit einem präzisen Steilpass auf Aubameyang leitete er eine der BVB-Großchancen in Durchgang eins ein (16.).

Ousmane Dembélé (2): Der schnelle Angreifer wurde von Skjelbred oft geradezu liebevoll in Manndeckung genommen – was ihn nicht daran hinderte, immer wieder für Gefahr zu sorgen. Er schickte Aubameyang mit schnellem Pass allein aufs Tor zu (15.), er riss immer wieder Räume, er zeichnete hauptverantwortlich für das 1:1 (47.) – er spielte aber auch zu viele Fehlpässe und vertändelte so einige hochkarätige Kontermöglichkeiten leichtfertig. In der 82. Minute schoss er frei im Strafraum knapp vorbei. Musste in der 103. Minute verletzt vom Platz getragen werden, kam aber zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung wieder auf den Platz – spurten konnte er allerdings nicht mehr.

Raphael Guerreiro (3-): Dass er ein feiner Fußballer ist, zeigte er, wenn er am Ball war. Das war aber zu selten und in eher harmlosen Feldpositionen der Fall. Seinen sehenswerten Fernschuss hielt Jarstein ebenso sehenswert (66.).

Pierre-Emerick Aubameyang (5): Er hätte das Spiel früh in die richtigen Bahnen lenken müssen. Zunächst versäumte er es, frei vor dem Tor auf den mitgelaufenen Reus abzulegen (15.), dann scheiterte er freistehend am stark reagierenden Berliner Torhüter Jarstein (16.). Ansonsten selten zu sehen – und in der Verlängerung versäumte er es abermals, den freien Mann anzuspielen – dieses Mal wäre Schürrle alleine vor dem Tor gewesen (101.).

Marco Reus (2-): Hatte in der ersten Halbzeit einen schweren Stand, lief sich oft frei, die Bälle aber kamen selten bei ihm an. Kurz nach der Pause dann endlich einmal angespielt – prompt schob er sicher zum 1:1 ein (47.). Danach stärker eingebunden und immer öfter mit gefährlichen Szenen.

Christian Pulisic (2-): Kam für Schmelzer und bereitete gleich das 1:1 durch Reus vor (47.). Hohes Laufpensum – aber auch eine viel zu hohe Fehlerquote.

Matthias Ginter (3): Kam für Piszczek und lieferte eine fehlerfreie Leistung ab.

Gonzalo Castro (4): Kam für Guerreiro. Sehr aktiv, aber auch sehr fehlerbehaftet.

Autor: Sebastian Weßling

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