Die Schalker Bundesliga-Fußballer müssen an diesem Dienstag (18.30 Uhr) im Pokal-Achtelfinale beim SV Sandhausen ran.

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Ex-Schalker Kleppinger ist Co-Trainer in Sandhausen

Christoph Winkel
08. Februar 2017, 05:07 Uhr
Foto: firo

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Die Schalker Bundesliga-Fußballer müssen an diesem Dienstag (18.30 Uhr) im Pokal-Achtelfinale beim SV Sandhausen ran.

Gerhard Kleppinger, früherer Schalker Profi und jetzt Co-Trainer beim Zweitligisten Sandhausen, ist im Vorfeld optimistisch.

Sandhausens Cheftrainer Kenan Kocak hat mit einem Augenzwinkern gesagt, dass die Verpflichtung von Daniel Caligiuri für Schalke nicht ausreichen wird, um Sandhausen zu schlagen. Hat der Chef recht? Gerhard Kleppinger: Ja! (lacht) Wir sind gut drauf, das schenkt uns die Hoffnung auf ein gutes Pokalspiel. Aber natürlich wissen wir die Situation realistisch einzuschätzen.

Warum erreicht der SV Sandhausen die nächste Runde? Naja, wenn viele Faktoren zusammen kommen und wir das berühmte Glück haben, dann ist in so einem Spiel im Pokal alles möglich.

Auf was müssen sich die Schalker gefasst machen? Auf eine lauf- und zweikampfstarke Mannschaft, die mit viel Leidenschaft alles in die Waagschale werfen wird.

Ist das Duell für Sie ein besonderes Spiel als Schalker? Es ist schon ein besonderes Spiel, im Gegensatz zu den Ligaspielen, aber natürlich auch weil es gegen einen Verein geht bei dem ich gespielt und trainiert habe. Zudem verfolge ich die Königsblauen regelmäßig und intensiv.

Haben Sie noch Kontakt? Ja, vor allem zu meinem ehemaligen Weggefährte. Mit Bodo Menze tausche ich mich öfter aus.

Die Schalker haben die Erwartungen in dieser Saison bislang nicht erfüllt. Haben Sie eine Erklärung, warum das so ist? Das ist aus der Entfernung schwer zu sagen. Sicher hat S04 derzeit viele Verletzte, auch brauchen Neuzugänge ihre Zeit um volle Leistung abrufen zu können. Da kommt viel zusammen.

Haben Sie das 1:1 in München gesehen? Wie ist Ihr Eindruck? Ja, Schalke hat sehr kompakt agiert, war laufstark und hatte die besseren Chancen. Letztlich hätten sie den Sieg verdient gehabt.
Welchen Schalker Spieler hätten Sie gerne für Ihre Mannschaft?
Guido Burgstaller, den kenne ich noch sehr gut aus der zweiten Liga.

Schalke hat Guido Burgstaller aus der 2. Liga vom 1. FC Nürnberg geholt. Trauen Sie ihm den Durchbruch in der ersten Liga zu? Auf jeden Fall, er ist ein schneller Spieler, schwer ausrechenbar, und er versteht es entscheidende Tore zu machen.

Als Sie noch für Schalke spielten, wurden Sie 1986 mit zwei Toren zum Derbyhelden. Wie war das? ein außergewöhnliches Gefühl nach einem 0:1 vor ausverkauftem Haus die Partie noch zu drehen.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Königsblau? Der Derbysieg mit den beiden Toren gehört bestimmt dazu.

Gibt es noch brisantere Derbys? Schalke gegen Dortmund ist schon das Derby schlechthin.

Und dann sind Sie ausgerechnet zum BVB gewechselt... Was soll ich sagen...

Welchem Klub drücken Sie aktuell beim Derby die Daumen? Schalke.

Auch in der Regionalliga gibt es dieses Derby - dort spielen die U23-Mannschaften von Schalke und Dortmund. Sind Sie erstaunt, dass Schalke im Abstiegskampf steckt? Dies ist aus der Distanz sehr schwer zu beurteilen.

Welchen Stellenwert hatte die Schalker U23 zu Ihrer Zeit als Trainer dort? Einen sehr hohen. Wir sind in die Regionalliga aufgestiegen und Spieler wie Christian Pander, Sergio Pinto oder Tim Hoogland haben sich für den Profibereich empfohlen.

Wieso haben Sie Schalke verlassen? Das hatte private Gründe. Meine Familie hat in Darmstadt gewohnt und nach drei Jahren war die Zeit gekommen, um wieder mehr Gemeinschaft zu leben.

Autor: Christoph Winkel

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