Nach den Ausschreitungen von Dortmunder Chaoten gegen Leipziger Fans, die am vergangenen Wochenende bundesweites Entsetzen ausgelöst haben, ist Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Teilen der Leipziger Fanszene als Auslöser der Vorkommnisse kritisiert worden.

Schalke

Heidel verteidigt Dortmunds Watzke

Thomas Tartemann
07. Februar 2017, 12:19 Uhr
Foto: firo

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Nach den Ausschreitungen von Dortmunder Chaoten gegen Leipziger Fans, die am vergangenen Wochenende bundesweites Entsetzen ausgelöst haben, ist Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Teilen der Leipziger Fanszene als Auslöser der Vorkommnisse kritisiert worden.

Schalkes Heidel verteidigt Dortmunds Watzke


Auch die Gewerkschaft der Polizei bezichtigte Watzke der Stichelei. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel sieht das anders. Heidel stärkt Watzke den Rücken. „Jetzt eine Verbindung dahingehend zu sehen, dass Aki sich kritisch mit Leipzig auseinandergesetzt hat, ist nicht in Ordnung. Die Dinge, die in Dortmund passiert sind, finde ich schlimm. Aber Aki hat nie dazu aufgefordert, dass Fans sich daneben benehmen.“ Heidel schiebt nach: „In meinen Augen geht es so nicht, da muss auch etwas aus Leipzig kommen, dass die Dinge so nichts miteinander zu tun haben. Ehrlich gesagt bin ich sehr erschrocken darüber, was alles in Richtung Watzke gesagt wird.“

Christian Heidel ist selbst ein gebranntes Kind. 2007, als die TSG Hoffenheim empor stieg und ebenfalls als künstlich gepushter Klub verabscheut wurde, gab er als Mainzer Funktionär ein Interview. Heidel: „Ich habe mich in der FAZ geäußert, dass ich das Modell Hoffenheim nicht so prickelnd finde. Im nächsten Spiel haben dann Fans des 1. FC Kaiserslautern gegen Hoffenheim die Fangzäune eingerissen. Ich musste mich danach der Spitze des DFB stellen. Selbst, wenn in Hoffheim ein Auto über eine rote Ampel gefahren wäre, hätte man mir die Schuld gegeben.“ Mittlerweile sei mit Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp „alles geklärt“. Das Thema Leipzig wird dagegen noch für viel Diskussionsstoff sorgen. Heidel googelte sogar mediale Aussagen von Hans-Joachim Watzke, um sich ein genaueres Bild zu verschaffen. Sein Fazit: „Ich habe nichts an seinen Aussagen finden können, was die Vorwürfe in irgendeiner Weise gerechtfertigt. Watzke hat sich nicht abwertend geäußert, sondern wertend.“ Heidel schiebt nach: „Ich gehöre auch zu den RB-Kritikern. Aber sie machen es überragend gut. Ich finde, man muss das doch mal sagen dürfen.“

Autor: Thomas Tartemann

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