Den Start in das Pflichtspieljahr 2017 hat sich Zweitligist VfL Bochum anders vorgestellt. Der Zug nach oben ist abgefahren. Intern gibt es Ungereimtheiten. Ein Kommentar.

VfL-Kommentar

Einmaliger Verschleiß an Führungsspielern

Michael Eckardt
05. Februar 2017, 21:47 Uhr
Foto: Firo

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Den Start in das Pflichtspieljahr 2017 hat sich Zweitligist VfL Bochum anders vorgestellt. Der Zug nach oben ist abgefahren. Intern gibt es Ungereimtheiten. Ein Kommentar.

Er habe ein „gutes Gefühl“, was den Rest der Saison angehe, sagte kürzlich Aufsichtsrats-Chef Hans-Peter Villis im WAZ-Interview, der VfL werde sich sicher stabilisieren. Villis’ Optimismus in allen Ehren, aber da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens.

Tatsächlich ist der Start ins neue Fußballjahr gründlich daneben gegangen. Zwei Spiele, ein Punkt - wie festgefressen im unteren Mittelfeld der Tabelle wirkt der VfL momentan und präsentiert eine Art Fußball, die alles Mögliche vermag, aber nicht dies: Euphorie und Begeisterung zu entfachen.
Angesichts der personellen Probleme darf man sicher keine Gala-Auftritte in Serie erwarten, aber die aktuelle Unbeholfenheit und Schlichtheit werden nicht wenige Anhänger, die mit allerlei Verheißungen geködert wurden, mit Kopfschütteln quittieren.

Dann noch die Reise nach Jerusalem in Sachen Kapitänsbinde. Manuel Riemann ist bereits der fünfte Mannschaftskapitän unter dem Befehl von Flottenadmiral Gertjan Verbeek. Dieser Verschleiß an Führungsspielern dürfte in der VfL-Historie einmalig sein. Ob das ständige Hin und Her hilfreich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Autor: Michael Eckardt

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