Borussia Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang lässt Spekulationen um seine Zukunft zu. Es stellt sich nur die Frage: Wann lassen die Verantwortlichen den Superstar ziehen? Ein Kommentar:

Zeichen stehen auf Abschied

Aubameyang wird BVB verlassen

Pit Gottschalk
01. Februar 2017, 16:47 Uhr
Foto: firo

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Borussia Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang lässt Spekulationen um seine Zukunft zu. Es stellt sich nur die Frage: Wann lassen die Verantwortlichen den Superstar ziehen? Ein Kommentar:

Die letzte Hoffnung wurde mit der französischen Sprache verknüpft. Die Aubameyang-Aussagen im französischen Radio: fahrlässig übersetzt. Die Intention demnach: Alles gut – bloß keine Aufregung. Von Abwanderung sei ja allenfalls im Konjunktiv... Anderswo will man sogar seine Immobilien-Investments in Dortmund so gedeutet wissen, dass er beim BVB langfristig bleibt.

So ein Unsinn. Mittlerweile macht Aubameyang kein Geheimnis mehr daraus, dass er Borussia Dortmund für eine Zwischenstation hält. Ob dieses oder nächstes Jahr, ein verrutschtes Komma wird daran nichts ändern: Er wird den BVB verlassen und in Spanien oder notfalls in England stürmen. Alles andere wäre Augenwischerei.

Pierre-Emerick Aubameyang liebt die große Bühne, ein auffälliges Outfit. Und träumt wie jeder Fußballstar davon, irgendwann den Ballon d'Or in Händen zu halten. Das wird ihm eher in Spanien als in Deutschland gelingen. Wer will es ihm verdenken? Im Sommer wird er vier Jahre in Dortmund gewesen sein. Für einen Torjäger seiner Klasse eine lange Zeit. Er ist dann so lange beim BVB wie damals Robert Lewandowski.

Längst hat BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit seinem klugen Chef-Einkäufer Michael Zorc die Lage um Aubameyang durchgespielt. Verbindliche Aussagen zur gemeinsamen Zukunft wären fatal: Nicht zum ersten Mal hat er seine Wechselabsicht wenig verklausuliert geäußert. Die Zeichen stehen auf Abschied. Alles eine Frage der Zeit.

Für Borussia Dortmund allemal ein einträgliches Geschäft. Aubameyang war 2013 für 13 Millionen Euro gekommen. Transfermarkt.de schätzt seinen aktuellen Marktwert auf 45 Millionen Euro wert. Macht ein Erlös-Plus von mindestens 32 Millionen Euro abzüglich Gehalt.

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Meine Einschätzung: Er ist mehr wert als Leroy Sané (für rund 50 Millionen Euro von Schalke zu Manchester City) und Henrikh Mkhitaryan (für 42 Millionen Euro von Dortmund zu Manchester United). Aubameyangs Vertrag läuft bis 2020. Unter 60 bis 80 Millionen Euro werden ihn Watzke und Zorc kaum gehen lassen. Gleichzeitig können sie zu einer solchen Summe kaum nein sagen.

Sorgen muss deshalb niemand beim BVB haben. Die zwei besten Torjäger des Jahrzehnts hat Zorc in unsere Bundesliga geholt (Lewandowski und Aubameyang). Nicht der FC Bayern und erst recht nicht der FC Schalke. Er wird wieder einen finden, den zwar keiner kennt, der aber Tore schießt. Und solange sollten wir jeden Bundesliga-Auftritt von Aubameyang genießen.

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Autor: Pit Gottschalk

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