Ziemlich stolz war der SV Burgaltendorf, als er auf die Veranstaltung seines 1. Wintercups, der am Wochenende startet, hinwies:

1. Wintercup

SV Burgaltendorf hat den FC Kray ausgeladen

Ralf Wilhelm
01. Februar 2017, 09:18 Uhr

Ziemlich stolz war der SV Burgaltendorf, als er auf die Veranstaltung seines 1. Wintercups, der am Wochenende startet, hinwies:

Drei Oberligisten in einem Turnier – das haben nicht viele Klubs zu bieten. Inzwischen sind zwei daraus geworden, der FC Kray wird nicht teilnehmen. Ob zu Recht ausgeladen oder nicht – darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen.

„Durch Zufall“, so die SVA-Verantwortlichen, seien sie auf den Vorbereitungsplan des FC Kray gestoßen und hätten sich gewundert, dass die Spiele im Wintercup keine Erwähnung fänden, stattdessen suchten die Krayer zeitgleich Testspielgegner. Daraufhin haben die Burgaltendorfer die Konsequenzen gezogen und den höchst abstiegsgefährdeten Oberligisten vom Turnier ausgeschlossen. „Wir stehen bei unseren Sponsoren, die großartiges Engagement gezeigt haben, etwas dumm da, schließlich haben wir es ihnen mit unserem Leistungskonzept schmackhaft gemacht“, so Martin Neuhaus, 1. Vorsitzender der Burgaltendorfer.

Für die Ausgeladenen stellt sich die unerfreuliche Situation etwas anders da. Ende vergangenen Jahres sei man mit Burgaltendorf in Kontakt getreten, um auf die besondere Krayer Problematik aufmerksam zu machen: „Wir hätten unser Versprechen auch eingehalten, aber wir befinden uns seit einigen Wochen in einer absoluten Ausnahmesituation, in der es nur um das sportliche Überleben in der Oberliga geht, dem müssen wir alles unterordnen. Deswegen wollten wir einen Kompromiss finden und mit einer U23-Mannschaft, verstärkt mit drei bis fünf Akteuren aus der Ersten, in Burgaltendorf antreten. Das hat man dort rigoros abgelehnt und uns stattdessen ausgeladen“, schildert Günther Oberholz, Präsident des FC Kray, den Sachverhalt aus seiner Sicht.

Etwas moderater sieht Neutrainer Christoph Klöpper die ganze Angelegenheit: „Aus Burgaltendorfs Sicht ist der Ärger sogar verständlich, aber es hat bei uns absolut nicht mehr in den Plan gepasst. Ich hätte es begrüßt, wenn wir den Mittelweg und einen Kompromiss gefunden hätten, so ist die Reaktion doch schon sehr heftig.“

Die Burgaltendorfer, die auf ihrer Homepage etwas martialisch davon sprechen, „diese Attacke auf unser Turnier haben abwehren können“, haben zum Glück schnell Ersatz gefunden: Landesligist ESC Rellinghausen springt kurzfristig ein. „Wir sind dem ESC und Trainer Guglielmi total dankbar dafür, schließlich hat jeder Verein zu diesem Zeitpunkt sein Konzept der Vorbereitung längst durchgeplant“, so Neuhaus, der es nun als etwas unglücklich empfindet, dass Schonnebeck und der ETB bereits in der Gruppenphase aufeinander treffen. „Das hätten wir natürlich anders aufteilen können.“

Das Turnier beginnt kommenden Samstag mit der Partie ESC Rellinghausen - SV Burgaltendorf (14), zweites Spiel des Tages ist gleich Spvg. Schonnebeck - ETB Schwarz-Weiß. Am Sonntag geht es mit den Paarungen SF Niederwenigern - ESC Rellinghausen (11.30) und TuS Essen-West 81 - Spvg. Schonnebeck (15) weiter. Samstag, 11. Februar, geht es mit den noch ausstehenden Gruppenspielen weiter. Am Sonntag (16 Uhr) steigt dann das Finale der beiden Gruppenersten. Zuvor (12) findet ein Einlagespiel zwischen der Ü40 der SG Kupferdreh, deutscher Vizemeister, gegen die RWE-Traditionsmannschaft statt.
Und es ist für alle Gemüter am besten, wenn endlich der Ball rollt.

Autor: Ralf Wilhelm

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