In Gladbeck ist nach dem Stimmungshoch zu Saisonbeginn nun etwas Ernüchterung eingekehrt. Denn die Pleite in Schermbeck war in den Augen von DJK-Coach Guido Naumann völlig unnötig:

Gladbeck: Naumann stachelt Zuschauerkulisse an

"Brauchen uns nicht in Hose zu machen"

tr
06. September 2007, 19:15 Uhr

In Gladbeck ist nach dem Stimmungshoch zu Saisonbeginn nun etwas Ernüchterung eingekehrt. Denn die Pleite in Schermbeck war in den Augen von DJK-Coach Guido Naumann völlig unnötig: "Die Niederlage wurmt mich immer noch, denn es war nie leichter, einen Dreier einzufahren, als dort. Da haben wir leichtfertig eine große Chance vertan. Das war Beklopptheit." Der Dämpfer kommt für die Germanen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn am Freitag steigt das Highlight bei Preußen Münster.

Und ausgerechnet gegen den euphorisierten SCP muss Naumann seine Elf völlig umkrempeln. "Wenn ich mit dem letzten Aufgebot dort antreten muss, spucke ich keine großen Töne", zeigt sich der Ex-Profi ungewohnt zurückhaltend. "Wenn ich meinen gesamten Kader zur Verfügung hätte, würde ich mir keine Gedanken machen, aber so müssen wir zusehen, dass wir dort irgendwie bestehen."

Doch dann blüht Naumann doch noch etwas auf und macht sich und seiner Startelf Mut: "Wir brauchen uns nicht zu verstecken, denn die Mannschaft wird schon stark genug sein." Sein ausgeklügeltes Erfolgsrezept ist einfach: "Wir müssen solange so lange wie möglich die Null halten und über unsere schnellen Leute Konter fahren."

Dass in der Universitätsstadt eine neue Identifikation mit dem Club ausgebrochen ist und die Hausherren mehr als 5.000 Zuschauer erwarten, stört den ehemaligen Schalker nicht im Geringsten: "Die Fans haben mich immer motiviert. Auch wenn sie einen beschimpfen, stachelt es doch nur an. Wir brauchen uns vor den Anhängern nicht in die Hose zu machen."

Autor: tr

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