Beim Heimspiel des TSV 1860 München gegen die SpVgg Fürth wollten die Macher des noch jungen Fanzines „Drinking and Driving“ die zweite Auflage ihres Hefts verkaufen.

Wegen Ismaik-Kritik

1860 verbietet Fanzine-Verkauf

Fanzeit
27. Januar 2017, 09:29 Uhr
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Beim Heimspiel des TSV 1860 München gegen die SpVgg Fürth wollten die Macher des noch jungen Fanzines „Drinking and Driving“ die zweite Auflage ihres Hefts verkaufen.

Der Verein hat jedoch den Verkauf in der Allianz Arena untersagt. Begründung: Dass Heft sei Ismaik-kritisch.

So ist im Fanzine wohl unter anderem das durchgestrichene Konterfei des jordanischen Investors zu sehen, wie es die Fans in der vergangenen Saison tausendfach in die Höhe hielten. „Meinungsfreiheit ist eins der höchsten Güter unserer Gesellschaft, das scheint allerdings KgaA Geschäftsführer Anthony Power etwas anders zu sehen und er spricht völlig überraschend ein Verkaufsverbot des Heftes im Stadion aus“, schreiben die Macher des Hefts auf ihrer Facebook-Seite.

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Die Löwen-Fans befürchten, dass so eine kritische Auseinandersetzung mit dem Investor nicht mehr stattfindet. „Das gefährlichste an der gesamten Situation ist, dass man sich mit den Argumenten der Gegner gar nicht auseinander setzt und diese stattdessen als Lügner abtut, oder schlichtweg ignoriert“, so die Macher, die an dieser Stelle an den „unsäglichen Medien-Boykott“ des Klubs kurz vor der Winterpause erinnern.

Das Verbot des Heft-Verkaufs in der Arena ist für die Fans ein „weiterer Tiefpunkt“, da nun versucht werden, den freien Meinungsaustausch in der Fanszene zu verhindern. Die Macher wollen dennoch weiterhin für ihre freie Meinung kämpfen und werden das Heft nun außerhalb des Stadions verkaufen.

Autor: Fanzeit

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