Schalke-Trainer Markus Weinzierl hat durch die Verpflichtung von Caligiuri und die Rückkehr von Bentaleb gegen Eintracht Frankfurt Alternativen.

Schalke

Weinzierl fordert mehr Mut gegen Eintracht

Thomas Tartemann
27. Januar 2017, 07:07 Uhr
Foto: Firo

Foto: Firo

Schalke-Trainer Markus Weinzierl hat durch die Verpflichtung von Caligiuri und die Rückkehr von Bentaleb gegen Eintracht Frankfurt Alternativen.

Dass Schalke 04 heute Abend im Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/Sky) von Beginn an mit seinen drei Winter-Neuzugängen Daniel Caligiuri, Holger Badstuber und Guido Burgstaller aufläuft, ist eher unwahrscheinlich.

Die besten Karten auf einen Einsatz in der Anfangs-Formation hat Stürmer Burgstaller, der mit seinem 1:0-Siegtor gegen Ingolstadt einen Einstand nach Maß bei den Königsblauen feierte. Bayern-Leihgabe Badstuber benötigt noch etwas Zeit. Trainer Markus Weinzierl: „Holger kommt immer mehr an und weiß, was wir spielen wollen. Er wird mit Sicherheit noch wichtig.“

Badstuber muss noch warten

Das hört sich eher nach mittelfristiger Planung an als nach einem Pflichtspiel-Debüt, was unmittelbar bevorsteht. Weinzierl: „Wir haben in den nächsten Monaten ein sehr enges und straffes Programm.“ Der 42-Jährige schiebt nach: „Holger kann jederzeit spielen.“ Da momentan aber hinten nicht der Schuh drückt und die Dreier-Formation mit Benedikt Höwedes, Naldo sowie Matija Nastasic gesetzt ist, wird sich Badstuber gedulden müssen.

Der gerade aus Wolfsburg geholte Daniel Caligiuri ist laut Weinzierl „eine Alternative für die Startelf“, hat aber erst zweimal mit seinen neuen Teamkollegen trainiert. Denkbar scheint die Variante, dass Schalkes Trainer im Spielverlauf auf Joker Caligiuri setzt. „Er ist ein Spieler, der hier schnell ankommen wird“, sagt Markus Weinzierl.

Was erwarten die Verantwortlichen vom Neuzugang? Sportvorstand Christian Heidel, der Caligiuri schon im Sommer holen wollte, aber auf seine Anfrage gar keine Antwort aus Wolfsburg erhielt, hält viel vom 29-Jährigen. „Wir kennen den Spieler sehr gut. Es gibt kaum einen Profi, der 50 Prozent rechts und 50 Prozent links gespielt hat. Daniel ist offensiv ausgerichtet, kann aber auch defensive Posten übernehmen. Das 3-5-2-System ist ideal für ihn“, so Heidel.

Bentaleb soll Schwung entfachen

Der Funktionär hat zusammen mit Trainer Weinzierl auch deswegen Bedarf gesehen, weil wichtige Leute nach wie vor fehlen. „So lange Coke und Atsuto Uchida nicht da sind, haben wir mit Alessandro Schöpf und Sascha Riether nur zwei Leute auf der rechten Seite. Das war uns ein bisschen zu dünn“, so Heidel. Deswegen zogen die Königsblauen den Transfer, der eigentlich für den kommenden Sommer angedacht war, auf diesen Winter vor.

Die sportliche Ausgangslage bleibt für Schalke 04 unverändert. Mittelfeld-Antreiber Leon Goretzka & Co. müssen konstant punkten, um die Karten beim Kampf um die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb zu verbessern. Mit einer ähnlichen Spielweise wie zuletzt gegen Ingolstadt wird es allerdings schwer. Markus Weinzierl: „Wir müssen mutiger operieren, uns mehr zutrauen. Wir haben die Aufgabe, uns zu steigern.“ Der Fußballlehrer gibt seinen Profis mit auf den Weg, „flache Lösungen zu suchen“, anstatt wie zuletzt mit langen Bällen, die wirkungslos verpuffen, zu operieren.

Die Rückkehr von Mittelfeld-Dampfmacher Nabil Bentaleb, der mit Algerien in der Vorrunde des Afrika-Cups die Segel streichen musste und somit nur eine Partie verpasste, soll Schalke zusätzlichen Schwung verleihen. „Bentaleb macht einen guten Eindruck“, stellt Weinzierl nach den bisherigen Trainings-Eindrücken fest. Es wäre keine Überraschung, wenn die Leihgabe der Tottenham Hotspurs ohne große Eingewöhnungszeit wieder in der Schalker Startelf auftauchen würde.

Autor: Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren