Der MSV Duisburg hat eine ruhige Winterpause verlebt. Sportdirektor Ivica Grlic erklärt, warum der Kader nicht verändert wurde.

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Darum gab es keine Winter-Transfers

27. Januar 2017, 07:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Der MSV Duisburg hat eine ruhige Winterpause verlebt. Sportdirektor Ivica Grlic erklärt, warum der Kader nicht verändert wurde.

Es ist bei Fußball-Klubs Usus, dass im Trainingslager über die Verträge einzelner Spieler gesprochen wird. Was Drittligist MSV Duisburg mit seinen Profis in Almancil besprochen hat, halten die Verantwortlichen noch geheim.

Sportdirektor Ivica Grlic gab sich auf der Pressekonferenz vor dem Rückrunden-Auftakt beim SC Paderborn (Samstag, 14 Uhr) geheimnisvoll. „Vielleicht haben ja schon Spieler unterschrieben, aber wir sagen es noch nicht“, deutete er an. In den nächsten Tagen wird der Drittligist vermutlich bekanntgeben, welche Spieler ihr Bleiben über den Sommer hinaus zugesichert haben.

Grlic wird sich auch mit Gruev an einen Tisch setzen. Denn das Arbeitspapier des 47-Jährigen läuft im Sommer aus. „Bis dahin ist noch genug Zeit“, befand Gruev auf der Pressekonferenz. „Ach ja?“, fragte Grlic mit einem breiten Grinsen.

Es war eine Szene, die verdeutlichte, wie entspannt die Meidericher mit ihrer Situation umgehen. Hinter den Zebras liegt eine unspektakuläre Winterpause. Es gab keine Neuverpflichtung, weil sich Sportdirektor und Trainer nicht dazu gezwungen sahen. „Wir sind mit dem Kader zufrieden“, erklärte Grlic und Gruev pflichtete ihm bei: „Es war in der Vorbereitung ein Vorteil, dass wir unverändert sind.“

Ebenso spielte den Meiderichern in die Karten, dass kein Spieler von einem Erst- oder Zweitligisten umworben wurde. Unmoralische Angebote habe es im Winter nicht gegeben. "Ich kenne nur den Film", sagte Grlic mit einem Augenzwinkern.

Kurzum: Keine Bewegung im Kader. Große Sprünge hätten die Zebras ohnehin nicht machen können. „Wir sind nicht in der Lage, Ablösesummen zu bezahlen“, erklärte Grlic, außerdem sei es „im Winter extrem schwierig“. Wie kompliziert es ist, einen Spieler rechtzeitig zum Rückrunden-Beginn in die Mannschaft zu integrieren, hat der MSV im vergangenen Jahr erfahren müssen.

Der Portugiese Tomané, vom portugiesischen Erstligisten Vitoria Guimaraes ausgeliehen, konnte sich nicht durchsetzen und saß am Ende nur noch auf der Tribüne. Als er nach Meiderich kam, befand sich der MSV in großer Abstiegsgefahr. Der Stürmer sollte die Zebras mit seinen Toren aus dem Tabellenkeller schießen. Auf dem damals 23-Jährigen lastete eine hohe Verantwortung. „Druck kann irgendwann auch lähmen“, kommentierte Grlic.

Für positiven Druck, wie der MSV ihn derzeit spürt, gelte das nicht. „Jeder in der 3. Liga will gegen uns bestehen. Wir müssen den Platz an der Spitze verteidigen“, erklärte der Sportdirektor. Daraufhin korrigierte ihn der Trainer: „Bestätigen! Wir wollen den Platz bestätigen. Das klingt für mich besser.“

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