Manche werden wohl endlich sagen: Die 23. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball neigt sich dem Ende zu.

Halle Essen

Für Fischers Frintroper zählt nur der Titel

Krystian Wozniak
26. Januar 2017, 09:17 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Manche werden wohl endlich sagen: Die 23. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball neigt sich dem Ende zu.

Nach knapp vier Wochen - der Startschuss erfolgte am 6. Januar - geht es ins finale Wochenende. In der Sporthalle am Hallo wird am Samstag die Endrunde mit vier Vierer-Gruppen ausgespielt. Die jeweils beiden Erstplatzierten der Vierer-Konstellationen spielen dann am Sonntag den letzten Teil, die Finalrunde, der 23. Auflage des Essener Budenzaubers aus.[infobox-right]
Preisgelder:
1. Platz = Euro 3.000
2. Platz = Euro 2.000
3. Platz = Euro 1.250
4. Platz = Euro 1.000
5. Platz = Euro 875
6. Platz = Euro 750
7. Platz = Euro 625
8. Platz = Euro 500
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Bislang hatte das prestigeträchtige Turnier drei dicke Überraschungen parat. Die hoch gehandelten Mannschaften des Vogelheimer SV, VfB Frohnhausen und allen voran FC Kray sind am letzten Wochenende nur Zuschauer. "Das Krayer Aus ist schon der Wahnsinn. Damit hätte niemand gerechnet", sagt Freddy Bartilla, Sportlicher Leiter der Sportfreunde Altenessen 18, wohl stellvertretend für die Essener Amateurfußballszene.

Derweil gehören Bartillas und Didi Krauses 18er zu den großen Überraschungen des Turniers. Vor allem in der Zwischenrunde zeigte die Mannschaft vom Altenessener Wüllnerskamp wie Hallenfußball geht: Gemeinsam, trickreich und erfolgreich, so präsentierten sich die Sportfreunde. "Das war Klasse. Wir waren eine echte Einheit. Diese Geschlossenheit hat uns manchmal draußen in der Hinrunde gefehlt. In der Halle läuft das bislang astrein. Wir wollen jetzt noch eine Runde weiter kommen und ein wenig Geld für Mallorca einsacken", schielt Bartilla auf die Geldränge eins bis acht. In der Konstellation mit dem SV Burgaltendorf, Sportfreunde Niedwenigern und DJK Katernberg 19 scheint ein Weiterkommen des A-Ligisten auch nicht unmöglich zu sein. Bartilla: "Ich denke, dass Burgaltendorf in Topform vielleicht außer Reichweite ist. Aber um Platz zwei können wir allemal kämpfen."

Ähnlich sieht die Ausgangslage für einen A-Liga-Vertreter aus dem Süden der Stadt Essen aus. Die SG Kupferdreh-Byfang will, wie schon im Vorjahr, erneut in die Finalrunde einziehen. Der Vorjahres-Siebte wird sich in der Endrunde mit dem Landesligisten TuS Essen-West 81, der Bezirksliga-Zweitvertretung der Spielvereinigung Schonnebeck sowie dem Liga-Rivalen Heisinger SV messen. "Die Gruppe ist auf jeden Fall machbar. Ein Weiterkommen ist möglich. Wir dürfen keine haarsträubenden Fehler machen und müssen einfach unsere Leistung auf das Parkett bringen. Der finale Sonntag ist das Ziel", erklärt Christian Schmidt, Co-Trainer der Kupferdreher.

Oft wird ja von Hammer- oder Todesgruppen gesprochen. In diesem Fall spricht Arndt Krosch, Trainer des SC Phönix, sogar von einer "Henkergruppe". "Falls du in dieser Gruppe nicht deine Leistung bringst, wirst du aufgehängt. ETB und Rellinghausen gehören zu den Top-Favoriten, TuS 84/10 ist der Titelverteidiger und wir ein Außenseiter, der die Großen ärgern will. Das ist uns schon einmal gelungen", bemerkt Krosch. Im Jahr 2011 traf der SC Phönix ebenfalls als Außenseiter in der Endrunde auf die Mitfavoriten Niederwenigern und Tgd. Essen-West sowie Cup-Verteidiger Schonnebeck. "Und wer bekam das Ding?", fragt Krosch. Die Antwort: 2011 setzte sich der SC Phönix die Hallenkrone auf. Wenn das kein gutes Omen für Volkan Yilmaz, der damals zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, und Co. ist.

Dagegen wird auf jeden Fall der SC Frintrop, der auf Lokalrivale Adler Union Frintrop, Winfried Kray und Blau-Gelb Überruhr trifft, etwas haben. Denn Sascha Fischer nimmt vor der Endrunde kein Blatt vor den Mund und sagt voller Selbstbewusstsein: "Für uns zählt nur der Turniersieg. Wir wollen das Ding holen!" Klare Ansage. Die Frintroper können auch durchaus mit einer breiten Brust ins letzte Turnier-Wochenende gehen. Bislang meisterte der Bezirksligist die Hürden bravourös. "Für mich gehören der ETB, Rellinghausen, Burgaltendorf und wir zu den Top-Favoriten. Am Ende werden Kleinigkeiten über die Hallenkrone entscheiden. Aber wir sind mal dran - das habe ich auch meinen Jungs gesagt. Uns fehlten schon im letzten Jahr nur 13 Sekunden zum Finaleinzug. Davor stand uns eine Zeitstrafe im Weg. Jetzt wollen wir am Ende keine langen Gesichter haben, sondern feiern."

Autor: Krystian Wozniak

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