Die Hallenstadtmeisterschaft in Oberhausen geht in die finale Phase. Am kommenden Sonntag spielen die letzten 20 Mannschaften um den Turniersieg.

Halle Oberhausen

„RWO begeistert mich nicht!"

26. Januar 2017, 09:07 Uhr

Die Hallenstadtmeisterschaft in Oberhausen geht in die finale Phase. Am kommenden Sonntag spielen die letzten 20 Mannschaften um den Turniersieg.

Rot-Weiß Oberhausen II und die DJK Arminia Klosterhardt heißen die Favoriten auf den Titel der Hallenstadtmeisterschaft in Oberhausen - zumindest auf dem Papier. Während die Zweitvertretung von RWO sich mit zwei Unentschieden gegen den VFR Oberhausen und Grün-Weiß Holten in der Vorrunde sichtlich schwer tat und als Tabellenzweiter hinter Holten in die Zwischenrunde einzog, marschierte die Mannschaft von Klosterhardt-Coach Hans-Günther Bruns mit zehn Punkten als Tabellenerster durch die Qualifikationsphase.

Ich habe mir RWO angeschaut - War nichts besonderes.
Ümit Ertural (SC 1920 Oberhausen-Coach)

Mit 20 geschossenen Toren stellen sie zudem die mit Abstand gefährlichste Offensive des bisherigen Turnierverlaufs. Für Ümit Ertural, Coach des SC 1920 Oberhausen, der mit seiner Mannschaft in Gruppe 2 souverän als Tabellenerster die Zwischenrunde erreichte, gibt es jedoch keinen echten Favoriten auf den Titel. „Ich habe mir RWO einen Tag lang angeschaut und muss ehrlich sagen, dass sie mich gar nicht begeistert haben. Das war nichts besonderes. Außerdem sollte keine Mannschaft bei diesem Turnier unterschätzt werden“, ergänzte der SC-Trainer. „In den Jahren davor war das allgemeine fußballerische Niveau in der Halle deutlich höher.“

Hoffnung für Außenseiter

Dieses Jahr verteile sich die Favoritenrolle daher auf mehrere Mannschaften. Nach den beiden Unentschieden von RWO schöpfen die anderen Vereine Hoffnung, dass der Titel in diesem Jahr vielleicht an einen Außenseiter gehen könnte. Der 32-jährige Ex-Profi von Rot-Weiß Oberhausen, der 2004 und 2005 zwei Einsätze in der 2. Bundesliga für die Kleeblätter verzeichnen konnte, sieht seine Mannschaft gegen die vermeintlich großen Gegner jedenfalls nicht chancenlos. „Ich rechne mir auch für meine Jungs gute Chancen aus. Wieso sollten wir nicht für eine kleine Überraschung sorgen? Wichtig ist uns, dass wir alle fit bleiben und sich niemand verletzt. Dennoch muss keiner meiner Spieler Angst vor irgendwelchen Namen haben und so werden wir auch auftreten“, gibt Ertural sich erfolgshungrig.

Erturals Trainer-Kollege von der Spielvereinigung Sterkrade-Nord, Markus Kowalczyk, pflichtet ihm bei. „Die kleinen Mannschaften geben in der Halle meistens 300 Prozent. Ob Kreisliga, Bezirksliga oder Landesliga, das spielt bei diesem Turnier überhaupt keine Rolle“, so der Landesligacoach. „Es gibt keinen Favoriten. Meine Jungs wollen unbedingt im Halbfinale dabei sein und das Ding dann auch gewinnen.“ Deutliche Worte der vermeintlichen Außenseiter, die zunächst keine leichten Aufgaben in der Zwischenrunde vor der Brust haben, zumal sich in jeder der insgesamt vier Gruppen der Zwischenrunde nur der Tabellenerste für das Halbfinale qualifiziert.

Während Sterkrade-Nord es in Gruppe A mit Holten, dem FC Sterkrade, Adler Osterfeld und der DJK Adler Oberhausen zutun bekommt, muss der SC Oberhausen in Gruppe B gegen RWO II, Glück-Auf Sterkrade, BV Osterfeld und den SC Buschhausen bestehen. Komplettiert wird die Zwischenrunde von der Gruppe C mit SG Osterfeld, Schwarz-Weiss Alstaden, SF Sterkrade,SC Oberhausen-Lirich und Post SV Oberhausen, sowie Favorit Arminia Kolsterhardt, DJK Arminia Lierich, TSV Safakspor, Sarajevo Oberhausen und der SG Kaprys Oberhausen in der Gruppe D.

Nachdem die Zwischenrunde am kommenden Sonntag um 18:18 Uhr mit der letzten Partie zwischen Arminia Klosterhardt und Sarajevo Oberhausen endet, beginnt bereits um 18:30 Uhr das erste Halbfinale des Turniers. Bevor das Finale schließlich um 19:06 Uhr angepfiffen wird, spielen die Verlierer der Halbfinals das Spiel um den dritten Platz. „Wenn du ein Turnier spielst, willst du das Blechding am Ende auch in den Händen halten - das ist doch klar“, meint Kowalczyk abschließend. "Wir haben zuletzt zwei Testspiele gegen Westfalia Herne und Höneppel-Niedermörmter unentschieden gespielt. Hochkaräter wie RWO stellen uns daher vor keine neuen Aufgaben“, schließt er sein mutiges Plädoyer.

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