Guido Burgstaller feierte auf Schalke einen Einstand nach Maß: Der Neuzugang aus Nürnberg besorgte das 1:0 gegen Ingolstadt in der Nachspielzeit.

Schalke

Das ist Burgstallers Vorbild aus Jugendzeiten

Krystian Wozniak
25. Januar 2017, 12:58 Uhr
Foto: firo

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Guido Burgstaller feierte auf Schalke einen Einstand nach Maß: Der Neuzugang aus Nürnberg besorgte das 1:0 gegen Ingolstadt in der Nachspielzeit.

"Besser geht's nicht", kommentierte Burgstaller sein Debüt für die Gelsenkirchener. Recht hat er. Denn so etwas nennt man schlichtweg Traumeinstand.

Dabei verlief die Karriere des einstigen Nürnberg-Torjägers nicht immer wie ein Traum. Wie die "Sport Bild" berichtet, ist unter anderem ein Brief der Grund für Burgstallers großen Ehrgeiz und Antrieb noch besser zu werden. Vor zwei Jahren erfuhr der Österreicher bei seinem damaligen Arbeitgeber Cardiff City, dass er in den Planungen der ersten Mannschaft keine Rolle mehr spielt. Schriftlich, per Brief wurde Burgstaller die Verbannung in die Reservemannschaft der Waliser mitgeteilt.

Der Angreifer packte die Koffer und verließ den Premier-League-Klub im Januar 2015 Richtung Deutschland. Beim 1. FC Nürnberg kam der österreichische Nationalspieler wieder in Form und schoss in 70 Pflichtspielen 34 Tore für die "Clubberer". Allein in der abgelaufenen Zweitliga-Hinrunde erzielte Burgstaller 14 Treffer in 16 Partien - aktuell der Bestwert in Liga zwei. Er ist vielleicht nicht der filigranste Stürmer, der fürs Auge spielt, aber dafür stimmt seine Torquote. Und das ist es, an was letztendlich Stürmer wie Burgstaller gemessen werden. Der gebürtige Villacher scheint mit seiner kampfbetonten Spielweise auf Schalke zu passen, wie die berühmte Faust aufs Auge. "Ich versuche einfach, an jeder Aktion beteiligt zu sein, in der der Ball vielleicht in die gefährliche Zone kommt. Da will ich da sein und versuchen, schneller am Ball zu sein als mein Gegenspieler und mir dadurch Tormöglichkeiten zu erarbeiten", erklärt Burgstaller im Gespräche mit der "Sport Bild".

Dabei passt sein Vorbild aus Jugendtagen mal so gar nicht zu Burgstallers Spielweise. "Mein Vorbild war damals Andrij Schewtschenko, dem habe ich während seiner Zeit beim AC Mailand immer sehr gerne zugesehen", verrät Burgstaller der "Sport Bild". "Schewa", der zu den pfeilschnellen und dribbelstarken Angreifern gehörte, war zwar gänzlich ein anderer Spielertyp als Burgstaller, doch eine kleine Gemeinsamkeit haben Burgstaller und Schewtschenko trotzdem: beide haben ihre Tore gemacht. Die Schalke-Fans hätten nichts dagegen, wenn die Verstärkung aus Nürnberg ihren Erfolgslauf der letzten zwei Jahre auch in Gelsenkirchen fortsetzt.

Autor: Krystian Wozniak

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