Die Fußballer der algerischen Nationalmannschaft galten vor Beginn des Afrika Cups als heißer Titelanwärter.

Nabil Bentaleb

Siegen oder zurück nach Schalke fliegen

Lukas Hemelt
23. Januar 2017, 18:50 Uhr
Foto: firo

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Die Fußballer der algerischen Nationalmannschaft galten vor Beginn des Afrika Cups als heißer Titelanwärter.

Auch Schalkes Mittelfeldmotor Nabil Bentaleb verließ Gelsenkirchen mit der Mission, den Titel zu holen. Davon sind Bentaleb und Algerien nach zwei Gruppenspieltagen nun aber weit entfernt. Im entscheidenden Spiel gegen den Senegal am Montag (20 Uhr/MEZ) sind die Algerier um Afrikas Fußballer des Jahres Riyad Mahrez von Leicester City zum Siegen verdammt.

Mögliche Rückkehr gegen Frankfurt

Nach einem 2:2-Unentschieden zum Auftakt des Afrikas gegen Simbabwe verlor Algerien seine zweite Partie gegen Tunesien mit 1:2. Die "Wüstenfüchse" müssen damit um das Weiterkommen fürchten. Um überhaupt das Viertelfinale zu erreichen, hilft Bentaleb und Co nur ein Sieg gegen den Senegal, der sich bereits für die Runde der letzten acht qualifiziert hat. Selbst ein Sieg könnte nicht reichen, wenn Tunesien zeitgleich gegen Simbabwe gewinnt. Bei einem Unentschieden der Tunesier und einem Sieg Algeriens entscheidet das bessere Torverhältnis, das dann zwangsläufig die "Wüstenfüchse" aufweisen würden.

Besonders die Verantwortlichen des FC Schalke 04 dürften diese Partie am Montagabend gespannt verfolgen. Klar, einen Erfolg und das Weiterkommen werden sie ihrer Nummer zehn gönnen. Aber bei einem Ausscheiden Algeriens werden Trainer Markus Weinzierl und Manager Christian Heidel wohl keine Tränen verdrücken. Denn dann Stünde Bentaleb den Schalkern wohlmöglich schon am Freitag beim nächsten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga wieder zur Verfügung.

Geis und Aogo überzeugen nicht

Beim S04 wird der "Krieger" dringend gebraucht. Weder Standardspezialist Johannes Geis noch Linksfuß Dennis Aogo konnten am Samstag beim glücklichen 1:0-Sieg gegen Ingolstadt auf der Sechser-Position überzeugen und wurden ausgewechselt. Als Bentaleb-Vertreter fehlte ihnen vor allem dessen Power, Zweikampfstärke und der Drang nach vorne. Umso wichtiger wäre für die knappen eine schnelle Rückkehr des 22-Jährigen, die in der Rückrunde ihre Aufholjagd in der Bundesliga-Tabelle starten wollen.

Auch wenn Bentaleb noch nicht wieder nach Deutschland zurückkehrt: Schalkes Reviernachbar Borussia Dortmund kann schon bald einen Afrika-Cup-Teilnehmer wieder in seinen Reihen begrüßen.

Autor: Lukas Hemelt

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