Mario Götze war dick eingepackt. Mit einem schwarzen Schal vermummte der Fußball-Weltmeister am Samstag im Bremer Weserstadion sein Gesicht.

Metzelder

„Götze passt nicht ins aktuelle BVB-System“

ab
23. Januar 2017, 13:36 Uhr
Foto: firo

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Mario Götze war dick eingepackt. Mit einem schwarzen Schal vermummte der Fußball-Weltmeister am Samstag im Bremer Weserstadion sein Gesicht.

Die Beine waren unter eine wärmende Decke gepackt. Als durch und durch ungemütlich lässt sich die Rolle des 24-Jährigen beim Bundesligisten Borussia Dortmund bezeichnen, nicht nur beim glücklichen 2:1-Sieg beim SV Werder. Trainer Thomas Tuchel ließ seinen Star 90 Minuten lang auf der Bank schmoren. Verwundert hat dies Christoph Metzelder nicht.

Der Vize-Weltmeister von 2002 nahm sich in seiner Rolle als Experte bei der Sonntagabend-Sendung Sky90 Götze vor. Metzelder sieht in der aktuellen Mannschaft der Schwarz-Gelben keinen Platz für den Offensivmann. „Die Dortmunder spielen ein 4-3-3. Sie brauchen über die Außen Schnelligkeit und die Fähigkeit im Dribbling, um auch tiefstehende Gegner aufreißen zu können“, sagte Metzelder. „Mario ist keiner, der im eins gegen eins an der Seite vorbeigeht. Er klappt oft ab nach hinten. In dem System gibt es aktuell keine Position, die perfekt auf das passt, was er spielen kann.“

Wesentlich zuversichtlicher äußerte sich Stefan Effenberg zu Götze. „Es ist eine unglaublich schwierige Situation für Mario. Er hat sich das alles anders vorgestellt“, so der Sky-Experte. Der angeschlagene BVB-Star müsse nun intern gestärkt werden: „So ein Spieler braucht das absolute Vertrauen vom Trainer. Das fehlt, das sieht man. Auch in der Aussage von Tuchel nach dem Spiel. Nichtsdestotrotz gehört Götze vom Potenzial zu den fünf herausragenden deutschen Spielern. Das ruft er nicht konstant ab. Aber er gehört nach Dortmund, und er wird auch wieder seine Leistung abrufen.“

Ohne einen Mario Götze in Bestform ist der BVB für Christoph Metzelder auch nur bedingt in der Lage, einen Sprung nach vorne zu machen. „Die Rückrunde muss besser sein als die Vorrunde“, kritisierte Metzelder die gesamte Mannschaft, „das bedeutet Angriff auf Platz zwei, wenigstens aber auf Platz drei. Sollte das nicht erreicht werden, dann wäre es eine Enttäuschung.“

Autor: ab

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