Eine Schnapszahl bringt für gewöhnlich Glück. Nach dem 333. Spiel als Bundesliga-Trainer wird Dieter Hecking diesem volkstümlichen Aberglaube keine allzu große Bedeutung mehr beimessen.

M'gladbach

Enttäuschende Leistung in Darmstadt

Michael Ryberg
21. Januar 2017, 17:24 Uhr
Foto: firo

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Eine Schnapszahl bringt für gewöhnlich Glück. Nach dem 333. Spiel als Bundesliga-Trainer wird Dieter Hecking diesem volkstümlichen Aberglaube keine allzu große Bedeutung mehr beimessen.

Seine Mönchengladbacher Borussen kamen zum Jahresauftakt der deutschen Fußballprofis bei Schlusslicht SV Darmstadt 98 nicht über ein frostiges 0:0 hinaus. Um es positiv zu sehen: Es war der zweite Auswärtspunkt für Borussia im achten Saisonreisespiel, immerhin.
Trainer Heckings Überraschung in der grün gedresstem Startelf hieß Jonas Hofmann. Der Ex-Dortmunder, der in der Vorbereitung nicht sonderlich in Erscheinung getreten war, durfte vom Start weg im rechten Mittelfeld ran, hatte einige gute Szenen und rechtfertigte seine Aufstellung.

Die Gladbacher starteten im Heckingschen Favoritensystem 4-2-3-1 offensiv, woraus defensiv ein 4-4-2 wurde - mit Kapitän Lars Stindl und Torjäger Raffael als aufgerückte Störer des Darmstädter Spielaufbaus.
Die Gäste, die in den jüngsten 19 Bundesliga-Spielen auf Reisen lediglich einen Sieg (2:0 in Darmstadt im Mai) einfahren konnten, starteten schwungvoll. Die größte Möglichkeit der ersten Halbzeit vergab Raffael. Nach einem schönen Solo von Jonas Hofmann versemmelte der Brasilianer das flache Zuspiel an den SVD-Fünfmeterraum. Torhüter Michael Esser wehrte Raffaels Direktabnahme zur Ecke ab. Das hätte das 1:0 für die Borussia sein müssen. Nur Oscar Wendt kam bis zum Halbzeitpfiff noch einmal dem Lilien-Gestänge nahe. Der Schwede verzog aber eine Direktabnahme aus halblinker Position leicht über den Querbalken (28. Min.).

Und Darmstadt? Hatte keine wirklich gute Möglichkeit. Nimmt man einmal ein Heller-Solo über die linke Wendt-Seite aus. Die Hereingabe des Flitzers mit der Nummer 20 auf dem Trikotrücken fand im Borussen-Strafraum aber keinen Abnehmer.

Auch nach der Halbzeitpause wurde es nicht viel besser. Immerhin: Gladbach kam dem erlösenden Treffer nah. Thorgan Hazards Alleingang gegen drei Lilien im SVD-Strafraum hätte ein Tor verdient gehabt. Doch der Flachschuss des belgischen Nationalspielers zischte an den linken Pfosten des Darmstädter Gehäuses. Zählt man noch einen Kopfball von Jannik Vestergaard im Anschluss an die fünfte Ecke von Oscar Wendt dazu, hielt sich die Torgefahr in Grenzen.

Darmstadt wachte spät auf. Colaks Kopfstoß im Strafraum nach einer Ecke landete in den fangbereiten Armen von Torhüter Yann Sommer, der einen wenig aufregenden Nachmittag verlebte.

Autor: Michael Ryberg

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