Puh! Am Freitagabend konnte Schalkes Trainer Markus Weinzierl aufatmen.

Schalke

Fifa gibt grünes Licht für Choupo-Moting

Thomas Tartemann
20. Januar 2017, 21:30 Uhr
Foto: Firo

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Puh! Am Freitagabend konnte Schalkes Trainer Markus Weinzierl aufatmen.

Da erreichte ihn die Nachricht, dass Offensivmann Eric Maxim Choupo-Moting an diesem Samstag im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt (15.30 Uhr/Sky) bedenkenlos eingesetzt werden darf. Da der kamerunische Nationalspieler seine Teilnahme am Afrika-Cup abgesagt hatte, drohte ihm zunächst eine Bundesliga-Sperre für die Dauer des Turniers. Nach Durchsicht der eingereichten Schalke-Argumentation, aus der hervorging, dass Choupo-Moting nicht offiziell von Kamerun für den Afrika-Cup eingeladen worden war, gab die Fifa-Disziplinarkommission grünes Licht für „Choupo“. An der Seite von Neuzugang Guido Burgstaller soll Choupo-Moting gegen Ingolstadt für Schwung sorgen.

Auch mit Choupo-Moting: Die Königsblauen stehen unter Erfolgsdruck. „Wenn wir gegen Mannschaften wie Mainz, Bremen oder Darmstadt gewinnen, dann wollen wir das natürlich auch gegen Ingolstadt“, sagt Markus Weinzierl.

„Elfmal mehr als 100 Prozent“

Der Schalker Trainer weiß, dass der Druck durch den schwachen Endspurt vor dem Jahreswechsel enorm gestiegen ist. Jeder weitere Ausrutscher kann für Schalke böse Folgen haben. „Die ersten beiden Heimspiele gegen Ingolstadt und Frankfurt sind für uns elementar. Wir müssen alles reinschmeißen“, sagt Weinzierl, der seine Profis in die Pflicht nimmt: „Wir brauchen elfmal mehr als 100 Prozent. Das müssen wir als Mannschaft auf den Platz bringen.“

Obwohl das Team intensiv arbeitete, konnte Markus Weinzierl mit der Vorbereitung nicht komplett zufrieden sein. Die Neuzugänge Holger Badstuber (Bayern München) und Guido Burgstaller (1. FC Nürnberg) wurden erst spät verpflichtet, kennen somit noch nicht alle Abläufe. Zudem brachen wichtige Kräfte wie Matija Nastasic und Benedikt Höwedes verletzungsbedingt weg. Beide sind jetzt fit und sollen der Defensive Halt geben.

Geschuftet hat auch der FC Ingolstadt. Die Bayern verzichteten als einer von drei Bundesligisten auf einen Trip in den Süden – auch deswegen, weil das Trainerteam Anfang Januar grippegeplagt flach lag. Die Donaustädter bereiteten sich stattdessen bei frostigen Temperaturen in der Heimat vor.
Trainer Maik Walpurgis: „Die Mannschaft war sehr fleißig. Wir haben insgesamt gut gearbeitet und ein sehr gutes Gefühl. Ich denke, dass wir gut auf Schalke vorbereitet sind.“

Dass die Königsblauen kurz vor dem Meisterschafts-Wiederbeginn auf dem Transfermarkt zugeschlagen haben, hat Walpurgis aufmerksam verfolgt. „Schalke hat sich mit Holger Badstuber und Guido Burgstaller noch mal sehr gut verstärkt. Beide verfügen über enorme individuelle Klasse.“
Dass Burgstaller und Badstuber gemeinsam debütieren, ist zwar eher unwahrscheinlich. So oder so hat Walpurgis durchaus Respekt vor den Königsblauen, aber keine Angst. „Wir reisen selbstbewusst an und haben in der Vergangenheit bewiesen, gegen solche Kaliber bestehen zu können. Wir werden unsere Chance suchen“, kündigt der 43-Jährige frech an.

Die Schalker stellen sich auf einen Abnutzungskampf ein. „Ingolstadt hat sich stark verbessert“, findet Weinzierl, „die Mannschaft weist mit die besten Laufwerte in der Liga auf. Gegen sie gewinnt man nicht im Vorbeigehen.“

Möglicherweise löst die durchgeführte Grubenfahrt vor dem Restrunden-Start einen Aha-Effekt aus. Weinzierl fand die Momente unter Tage „beeindruckend“ und möchte mit seinem Team harte Malocher-Arbeit in der Arena anbieten. Wenn aus königsblau am Samstag königsschwarz wird, soll das nichts mit Ärgern zu tun haben.

Autor: Thomas Tartemann

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