Adrian Ramos wird den BVB in Richtung China verändern. Der BVB ist nicht hektisch auf der Suche nach Ersatz – hält aber die Augen offen.

BVB

Ramos muss nicht zwingend ersetzt werden

Sebastian Weßling
20. Januar 2017, 14:34 Uhr
Foto: firo

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Adrian Ramos wird den BVB in Richtung China verändern. Der BVB ist nicht hektisch auf der Suche nach Ersatz – hält aber die Augen offen.

Kurz vor Ende der Winterpause ist bei Borussia Dortmund noch einmal Bewegung in die Personalplanungen gekommen: Stürmer Adrian Ramos wird den BVB bekanntlich verlassen und zum chinesischen Klub Chongqing Lifan, der ihn umgehend für ein halbes Jahr an den spanischen Erstligisten FC Granada verleiht.

Trainer Thomas Tuchel hatte sich lange gegen den Wechsel gesträubt, denn der zurückhaltende Kolumbianer Ramos hatte sich klaglos in die Rolle als Ersatzstürmer für den unumstrittenen Pierre-Emerick Aubameyang gefügt. „Er war eine herausragende Nummer zwei“, sagte Tuchel am Freitag. „Er war immer da, wenn wir ihn gebraucht haben, er hat eine ganz außergewöhnliche Torquote und war extrem beliebt bei der Mannschaft.“

Aber der 30-Jährige wollte eben auch wieder regelmäßig Fußballspiele bestreiten, den Wunsch hatte er schon vor einem Jahr und auch im Sommer klar kommuniziert. „In seinem Alter so klar die Nummer zwei zu sein und sich gleichzeitig so fit zu fühlen, ist nicht einfach“, so Tuchel. „In dem gesamten Deal sind nicht viele Fehler aus seiner Sicht.“

Offiziell vollzogen ist das Geschäft noch nicht, aber Ramos ist schon nicht mehr in Dortmund. Das wirft die Frage auf, ob der BVB nicht doch noch einmal am Transfermarkt aktiv wird. „Wir werden ihn nicht zwingend 1:1 ersetzen, wir sind nicht rastlos auf der Suche“, sagt Tuchel dazu. Aber man hält die Augen offen beim BVB: „Wir haben natürlich Spieler im Kopf“, sagt Tuchel.

Sein Problem: Einen wirklich attraktiven Arbeitsplatz kann er nicht bieten, denn Aubameyang bleibt – wenn er denn gesund vom Afrika-Cup zurückkehrt – unverzichtbar. Und einen hochkarätigen Stürmer zu finden, der einerseits auf Champions-League-Niveau mithalten kann, sich aber gleichzeitig in den meisten Spielen klaglos auf die Bank setzt, ist alles andere als einfach – der letzte dieser Sorte, den man in Dortmund hatte, ist aktuell auf dem Sprung nach China.

Autor: Sebastian Weßling

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