Wie schlimm ist die Knieverletzung von Schalkes Talent Abdul-Rahman Baba?

Schalke

So steht es um Leihspieler Baba

Thomas Tartemann
19. Januar 2017, 16:00 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Wie schlimm ist die Knieverletzung von Schalkes Talent Abdul-Rahman Baba?

Erst im Laufe des Freitags werden Spieler, Stamm-Verein FC Chelsea und der ausleihende Verein FC Schalke 04 Klarheit erhalten, wie lange der Verteidiger ausfällt.

Baba hatte sich beim Afrika-Cup-Spiel zwischen Ghana und Uganda (1:0) in der ersten Halbzeit verletzt. Aus der zunächst diagnostizierten Meniskusquetschung wurde einige Stunden später ein Verdacht auf Kreuzbandanriss. „Wir haben direkt nach dem Spiel Kontakt zu Abdul-Rahman und zum Teammanager der ghanaischen Nationalelf aufgenommen. Der Teammanager rief noch aus dem Mannschaftsbus zurück, reichte das Handy an den Teamarzt von Ghana weiter“, sagt S04-Direktor Sport Axel Schuster. Da Baba unmittelbar nach dem Spiel „relativ schmerzfrei gehen konnte“, wie Schuster schildert, gingen alle Beteiligten zunächst nicht von einer schweren Verletzung aus.

Die MRT-Aufnahme am späten Mittwoch brachte allerdings keine Entwarnung. Schuster: „Der Bericht war in französischer Sprache. Unser Mannschaftsarzt Patrick Ingelfinger hatte einen Leistungskurs in französisch und konnte deswegen alle Angaben übersetzen. Er hat uns dann informiert, dass bei Abdul-Rahman schlimmer aussieht als angenommen. Wir wissen allerdings nicht, ob es sich um ein modernes MRT-Gerät gehandelt hat. Auf der Schichtaufnahme konnte man nicht alles genau erkennen“, so Schuster. Im Laufe des Freitags wird Baba entweder in Deutschland oder aber in London erwartet. Schalke befindet sich mit seinem Stammverein Chelsea im Dialog.

Schuster: „Da Abdul-Rahman nicht uns gehört, darf Chelsea natürlich mitreden. Es wird morgen auf jeden Fall eine genaue Diagnose vorliegen. Dann wird ein neues MRT angefertigt. Der Befund könnte dann besser oder schlechter sein.“ Sollte sich die Kreuzband-Verletzung bestätigen, wäre die Saison für den Defensivmann gelaufen. Schuster hofft, dass es nicht die nächste Hiobsbotschaft gibt. Die Frage, wie es mit Baba, der nur bis Juni ausgeliehen ist, grundsätzlich weitergeht, beantwortet Sportvorstand Christian Heidel so: „Ich werde nie etwas über die Zukunft eines Spielers sagen, wenn er sich vor 24 Stunden verletzt hat. Man muss sich nur mal vorstellen: Der Spieler kommt am Flughafen an und liest dann womöglich, dass Heidel einen anderen holt.“

Autor: Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren