Der FC Gütersloh musste Insolvenz beantragen, der Spielbetrieb geht in der Oberliga Westfalen trotzdem weiter. Das klare Ziel für die Rückrunde heißt deshalb: Klassenerhalt!

FC Gütersloh

Spieler gehen, Trainer kämpft weiter

Vanessa Machelett
17. Januar 2017, 08:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Der FC Gütersloh musste Insolvenz beantragen, der Spielbetrieb geht in der Oberliga Westfalen trotzdem weiter. Das klare Ziel für die Rückrunde heißt deshalb: Klassenerhalt!

Dem FC Gütersloh steht die schwierigste Rückrunde der jüngeren Vergangenheit bevor. Der Verein ist zahlungsunfähig. Ein Insolvenzantrag ist eingereicht. Der Spielbetrieb wird in der Oberliga trotzdem vorerst weitergehen. Eine schwierige Situation für alle Beteiligten.

In der Vorbereitung stehen trotzdem die sportlichen Aspekte im Vordergrund. Das wurde auch direkt zu Beginn dick unterstrichen. Im ersten Spiel der Vorbereitung fegte der FC Gütersloh den Bezirksligisten TuS Friedrichsdorf mit 9:0 vom Platz. Das zweite Testspiel gegen Herford musste aufgrund der Wettersituation abgesagt werden. Es sind noch drei, vier weitere Spiele bis zum Ligastart am 12. Februar geplant. Trainer Fatmir Vata sieht der Ausgangslage ins Gesicht. „Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt. Die Mannschaft ist unsicher, aber Marc Hunt und ich versuchen die Spieler immer wieder aufs Neue zu motivieren und weiterzumachen.“ Die Mannschaft bei Laune zu halten hat im Moment die höchste Priorität beim FC Gütersloh.

Das ausgesprochene Ziel für die Saison ist der Klassenerhalt. Ein schwieriges Unterfangen, wie auch Vata weiß. „Mein Motto ist: kämpfen, kämpfen, kämpfen! Und genau das werden wir auch machen. Das Ziel war, ist und bleibt der Klassenerhalt. Wir wollen es ermöglichen, dass der FC Gütersloh auch in der nächsten Saison noch in der Oberliga spielt. Dafür müssen allerdings alle an einem Strang ziehen.“

Es gibt jedoch einige, die nicht mehr mit am Strang ziehen möchten. Einer davon ist Amir Tahiri. Der Verteidiger bat am Montag um die Auflösung seines Vertrags. Die Tatsache, dass der FC Gütersloh die Löhne der Spieler nicht mehr zahlen kann, ist dabei der ausschlaggebende Grund. Der Verein kommt den Spielern in diesem Bezug entgegen, denn Tahiri ist nicht der erste Spieler, der um die Auflösung seines Vertrags gebeten hat. Auch Chabo Chantzopoulos und Mohammed Bulut, der seinen Abgang schon vor der Insolvenz bekannt gegeben hat, werden den Verein verlassen.

Um die Abgänge der Stammkräfte auszugleichen, sind Neuzugänge nötig. Diese für den FC Gütersloh zu begeistern, erweist sich jedoch als schwierig. „Wir bieten den Spielern die Möglichkeit den FC Gütersloh als Sprungbrett zu sehen. Sie sollen das als Chance verstehen, dass sie sich präsentieren können. Nur das ist der Weg um Neuzugänge zu bekommen.“ Bis zum Ligastart wird es vielleicht noch ein oder zwei Neuzugänge geben, sicher ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts.

Autor: Vanessa Machelett

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