Als Fußballer war Fortunas Trainer Uwe Weidemann nie so gerne in Dresden: „Mit Erfurt haben wir da meistens was auf die Mütze bekommen.“ Als Trainer dürften ihm die Gastspiele langsam gefallen. Denn gestern Abend wiederholte seine Mannschaft das 0:0 aus der vergangenen Regionalliga-Saison – und war dabei sogar noch näher am Sieg.

Dresden - Düsseldorf 0:0 / Tabellenführung verteidigt

Melka greift Schmadtke an

mg
06. September 2007, 09:03 Uhr

Als Fußballer war Fortunas Trainer Uwe Weidemann nie so gerne in Dresden: „Mit Erfurt haben wir da meistens was auf die Mütze bekommen.“ Als Trainer dürften ihm die Gastspiele langsam gefallen. Denn gestern Abend wiederholte seine Mannschaft das 0:0 aus der vergangenen Regionalliga-Saison – und war dabei sogar noch näher am Sieg.

Vor allem in der Schlussphase, als Dresdens Martin Stocklasa in der intensiv geführten Partie die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels gesehen hatte. Der eingewechselte Bekim Kastrati scheiterte bei einem Alleingang zwar am starken Dresdener Torhüter Oliver Herber (84.), aber die Fortunen ließen sich durch die Schlussoffensive und die lautstark werdende Kulisse zu sehr nach hinten drängen. "Da haben wir es schlecht gemacht“, sagte Weidemann, „und am Ende müssen und können wir mit dem Punkt zufrieden sein.“

Das lässt sich aus Düsseldorfer Sicht insgesamt auch gut sagen. Schließlich sicherte der Punktgewinn die Tabellenführung trotz des Torfestivals in Wuppertal, das noch mit einem Zähler Rückstand Zweiter ist. Vielleicht hätte es mehr sein können, denn gerade in der ersten Hälfte schienen die Gäste alles richtig zu machen – abgesehen von der Chancenverwertung.
Doch wer auf Düsseldorfer Seite trotz einiger Umstellungen mit angerührtem Abwehr-Beton gerechnet hatte, wurde vom offensiv-forschen Auftreten der Fortunen überrascht. Nach der Schrecksekunde zu Beginn, als Michael Melka den Schuss des frei vor ihm aufgetauchten Marek Penksa parierte, beherrschten die Gäste die Partie.

Eingeleitet durch einen abgefälschten Freistoß von Markus Anfang, den Dresdens Torwart Oliver Herber ebenso glänzend entschärfte (10.). Einen Kopfball von Robert Palikuca klärte Penksa auf der Linie (16.), Andreas Lambertz (18.) und Lawarée (41.) hatten weitere gute Einschussmöglichkeiten.
Auf Dresdener Seite produzierte der Dynamo nur fahles Leuchten nach dem herrlichen Sonnenuntergang über dem Rudolf-Harbig-Stadion. Viele Pässe landeten im Niemandsland oder wurden von der erneut aufmerksamen Abwehr der Fortuna abgefangen, in der sich Robert Palikuca und Jens Langeneke die Bestnoten verdienten.

Und die wenigen Chancen der Dresdener machte Michael Melka zu nicht. „Wenn einer einen Fehler macht, dann steht dahinter ein anderer von uns und hilft, den auszubügeln“, erklärt der Torwart, der nun 630 Minuten ohne Gegentor ist. Am kommenden Samstag greift er im Heimspiel gegen den SC Verl den 14 Jahre alten Rekord von Jörg Schmadtke an, der 708 Minuten ohne Gegentreffer geblieben ist.

Autor: mg

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