Borussia Dortmunds Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang werden viele Interessenten nachgesagt. Der Geschäftsführer des Bundesligisten bleibt allerdings entspannt.

BVB-Boss Watzke

Gibt eine Schmerzgrenze für Aubameyang

Andreas Berten
13. Januar 2017, 09:41 Uhr
Foto: Firo

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Borussia Dortmunds Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang werden viele Interessenten nachgesagt. Der Geschäftsführer des Bundesligisten bleibt allerdings entspannt.

Jeder hat seinen Preis – was menschlich ziemlich kaltherzig klingt, ist im Fußballgeschäft eine gängige Einschätzung. Und sie gilt auch für Pierre-Emerick Aubameyang, der selbst von einem Wechsel zu Real Madrid träumt, angeblich ein Superangebot aus China bekommen haben und auch beim französischen Spitzenklub Paris St.-Germain auf der Liste möglicher Einkäufe stehen soll. Hans-Joachim Watzke hat nun eingeräumt, dass es einen Punkt gäbe, an dem der Geschäftsführer von Borussia Dortmund den Topstürmer der Bundesliga ziehen lassen würde. „Im Fußball gibt es grundsätzlich und unabhängig von Namen immer Schmerzgrenzen“, sagte Watzke der Bild-Zeitung.

Wie unmoralisch die Offerte sein müsste, sagte Watzke allerdings nicht. Aubameyang hat beim Vizemeister noch einen Vertrag bis 2020, für einen Transfer müsste der aufnehmende Klub angesichts der Qualitäten des 27-Jährigen tief in die Taschen greifen. Von daher sagt der BVB-Boss auch: „Wir beschäftigen uns mit dieser Frage überhaupt nicht.“ Aubameyang, der in der Hinrunde 16 Tore für Schwarz-Gelb erzielt hat und mit Gabun ab Freitag beim Afrika-Cup in seiner Heimat spielt, macht Watzke derzeit jedenfalls keine Sorgen: „Weil ich nichts sehe, was sich aktuell anbahnt. Und wenn etwas kommt, was ihn komplett umhaut, dann werden wir das besprechen“, sagt Dortmunds Geschäftsführer, „aber auch dann ist es nicht zwingend so, dass er geht. Auba hat hier einen sehr langfristigen Vertrag.“

Ich habe das ja schon bei Marco Reus erlebt. Der war auch schon überall auf der Welt – und ist immer noch hier
Hans-Joachim Watzke

Hinzu käme, dass sich Dortmunds Stellenwert in den vergangenen Jahre nach oben verschoben habe. „Klar wissen wir, dass Auba voll im Fokus steht. Aber der BVB ist im Europa-Ranking an siebter Stelle. Und wir haben in den vergangenen vier Jahren zweimal eine Gruppenphase vor Real Madrid gewonnen, was nicht vielen Klubs gelingt“, betont Watzke, „ich glaube nicht, dass es viele Vereine gibt, zu denen Auba überhaupt hingehen will.“ Der 57-Jährige sieht eine Parallele zu einem anderen umworbenen BVB-Star: „Ich habe das ja schon bei Marco Reus erlebt. Der war auch schon überall auf der Welt – und ist immer noch hier.“

Spekulationen zufolge soll es jüngst erst ein Angebot aus China gegeben haben, bei dem die Borussia 150 Millionen Euro Ablöse und der Spieler ein Jahressalär von mindestens 40 Millionen Euro hätte bekommen sollen. Laut der Sportbild sei inzwischen aber Real Madrid als möglicher Interessent abgesprungen: Zinédine Zidane, Trainer des aktuellen Champions-League-Siegers aus Spanien, habe ein anderes Anforderungsprofil für seine Stürmer, zumal es mit Cristiano Ronaldo und Gareth Bale schon zwei schnelle Flügelflitzer im Team gäbe.

Autor: Andreas Berten

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