Ömer Toprak wechselt wohl von Bayer Leverkusen zum BVB. Vor dem Landgericht Dortmund verlor er eine Klage gegen die Signal-Iduna-Versicherung.

BVB-Kandidat

Toprak erleidet Niederlage vor dem Landgericht

Stefan Wette
12. Januar 2017, 14:16 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Ömer Toprak wechselt wohl von Bayer Leverkusen zum BVB. Vor dem Landgericht Dortmund verlor er eine Klage gegen die Signal-Iduna-Versicherung.

Der vermutlich künftige BVB-Spieler Ömer Toprak hat eine erste Niederlage in seiner mutmaßlich künftigen Heimat erlitten. Vor dem Landgericht Dortmund verlor er am Donnerstag seine Klage gegen den Sponsor seines wohl neuen Vereins, die Signal-Iduna-Versicherung. Es ging um 20.000 Euro aus einer Unfallversicherung.

Toprak verlangte Geld von seiner Versicherung

Der 27 Jahre alte Abwehrspieler hatte 2010 bei dem Dortmunder Unternehmen eine Unfallversicherung über 200.000 Euro abgeschlossen. Damals spielte er noch für den SC Freiburg. In der Partie gegen den Hamburger SV verletzte er sich am 4. Dezember 2010 an der Schulter, musste operiert werden und fiel für mehrere Monate aus.

Anschließend verlangte Toprak Geld von seiner Versicherung. Das wird fällig, wenn nach einem Unfall ein Körperteil für bis zu drei Jahre beeinträchtigt ist. Die Versicherer sprechen dann von einer “Invaliditätsleistung”, was natürlich nicht bedeutet, dass Dortmunds neuer Spieler sich als Invalide sähe.

Die Signal-Iduna war mit seinem Gesundheitszustand zufriedener, als ihm lieb war. Sie ließ ein Gutachten erstellen, ob die Schulterverletzung den Spieler über einen längeren Zeitraum beeinträchtigt hatte und wies seinen Antrag ab. Untersuchungstermine beim medizinischen Gutachter habe Kläger Toprak nicht wahrgenommen, teilte Richter Willi Pawel, Vorsitzender der 2. Zivilkammer, am Donnerstag mit.

Danach reichte der Spieler, der 2011 zu Bayer Leverkusen gewechselt war, am Landgericht Dortmund Klage gegen den Versicherer ein (Az: 2 O 460/15). 20.000 Euro, also zehn Prozent der Versicherungssumme, verlangte er, weil er zu zehn Prozent beeinträchtigt sei.

Die 2. Zivilkammer schaltete einen Gutachter ein, um die Verletzung beurteilen zu können. Doch wieder einmal verzichtete Toprak auf die Untersuchung. Auch die Frist, die das Gericht ihm anschließend für eine weitere Untersuchung setzte, beeindruckte ihn nicht. Eine ungewöhnliche Taktik: So gelang ihm nicht der Beweis, dass die Verletzung ihn für längere Zeit plagte. Seine Klage hatte damit kaum Aussicht auf Erfolg.

Aber darauf kam es nicht mehr an. Weil sein Anwalt am Donnerstag dem Gerichtssaal fern blieb, wurde Topraks Klage aus formalen Gründen mit einem Versäumnisurteil abgewiesen. Die Gerichtskosten trägt er. Und wenn er damit nicht einverstanden ist, kann er sich beschweren und bekommt dann ein “richtiges” Urteil.

Autor: Stefan Wette

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren