Nein, sagt Ousmane Dembélé. Nein, seine Spielweise werde er nicht ändern.

BVB

Dembélé hofft auf besseren Schutz durch Schiedsrichter

Sebastian Weßling
08. Januar 2017, 17:29 Uhr
Foto: firo

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Nein, sagt Ousmane Dembélé. Nein, seine Spielweise werde er nicht ändern.

„Ich werde immer weiter machen mit meinen Dribblings“, sagt der Angreifer von Borussia Dortmund im Trainingslager von Marbella – auch wenn er weiß, dass es dann mal knallen kann, das Gegenspieler energisch dazwischen fahren können.

So wie gegen Ende der Hinrunde, als sich herumgesprochen hatte, was für ein Ausnahmefußballer dieser 19-Jährige ist – und die Gegenspieler ihn entsprechend intensiv bearbeiteten, was viele blaue Flecken zur Folge hatte. Dembélé will weiter in die Offensivzweikämpfe gehen – aber er wünscht sich einen besseren Schutz durch die Schiedsrichter. „In manchen Spielen haben die Gegner viel mehr gefoult, aber wir hatten mehr Gelbe Karten“, sagt er. „Das kann doch nicht sein.“

Die Härte des Spiels in der Bundesliga habe ihn durchaus überrascht, sagt der Mann, der im Sommer für 15 Millionen Euro von Stade Rennes zum BVB wechselte. Und nicht nur die: „Meine Erwartungen in Sachen Schnelligkeit, Physis, Rhythmus und Spielstärke wurden übertroffen“, sagt er. Damit, so oft gefoult zu werden, „muss ich leben“, so Dembélé. „Ich habe mich an diese Spielweise gewöhnt, muss damit klar kommen.“

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In so manchem Bundesligaspiel schien ihm das noch schwer zu fallen, da musste er von den Mitspielern hin und wieder energisch beruhigt werden, um nicht wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen. „In dem Moment ist das die Reaktion als Spieler, da ist man voller Feuer“, sagt er nun. „Danach muss man Charakter zeigen gegenüber Schiri und Gegenspieler. Man muss zeigen, dass man nicht überreagiert, sondern weitermacht mit spielerischen Mitteln.“

Nach der in der Bundesliga nicht optimalen Hinrunde werde die Rückrunde deutlich besser laufen, da ist sich der Franzose sicher: „Am Anfang kamen viele Neue, dann waren wichtige Spieler verletzt“, sagt er. „Wenn jetzt alle zurückkommen, werden wir eine bessere Rückrunde spielen.“

Mit klaren Ambitionen: „Unser Ziel“, sagt Dembélé, „ist es, einen der ersten drei Plätze zu erreichen.“

Autor: Sebastian Weßling

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