Am zweiten Vorrundentag der 23. Essener Hallenstadtmeisterschaften ging es in Essen-Werden weitgehend sportlich gesittet zu. Nur ein Akteur sah das etwas anders.

Halle Essen

Leises Gebrüll im Löwental - Spieler ledert gegen Unparteiischen

07. Januar 2017, 21:22 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Am zweiten Vorrundentag der 23. Essener Hallenstadtmeisterschaften ging es in Essen-Werden weitgehend sportlich gesittet zu. Nur ein Akteur sah das etwas anders.

"Ich bin mit der Leistung der Jungs nur einigermaßen zufrieden", überraschte Vogelheims Coach Sascha Hense nach dem deutlichen Gruppensieg seiner Schützlinge und einer perfekten Ausbeute von drei Siegen in drei Spielen. "Wir haben einfach noch viel mehr Potential nach oben und das werden im weiteren Verlauf des Turniers unter Beweis stellen. Wir wollen das Ding gewinnen - ist doch klar."

Hinter seiner Mannschaft beendete Teutonia Überruhr die erste Qualifikationsrunde am zweiten Turniertag in Gruppe drei auf Rang zwei mit sechs Punkten, gefolgt von BV Altenessen mit drei Punkten. Der Rüttenscheider SC schied sang und klanglos mit null Punkten und keinem geschossenen Tor aus.

Und dann wundern sich die Verbände, wieso manche Spieler auf dem Fußballfeld auch mal ausrasten!
Winfried Huttrop Akteur Stefan Dunkel zur Schiedsrichterleistung am zweiten Vorrundentag

Auch in Gruppe 1 gab es keine großen Überraschungen. Tgd Essen-West und Croatia Essen sicherten sich Rang eins und zwei, der VfL Kupferdreh rutschte mit zwei mageren Punkten auf Rang drei noch so eben in die nächste Runde und verwies Preußen Eiberg auf den letzten Rang der Gruppe. "Mit dem Verlauf der Gruppenphase bin ich zufrieden", bestätigte Tgd-Trainer Dennis Herrmann, "aber es kann nicht sein, dass wir das dritte Spiel gegen Croatia Essen nur 2:2 spielen und so schläfrig in die Gänge kommen. Wir haben uns vor dem Spiel nicht einmal mehr warm gemacht, dann brauchen sich die Jungs auch nicht wundern. Das werde ich noch ansprechen".

Auch am zweiten Turniertag sahen die Zuschauer in der gut gefüllten Halle im Werdener Löwental durchweg faire Partien ohne größere Vorkommnisse. Einzig Winfried Huttrop Akteur Stefan Dunkel legte sich in beinahe jedem Spiel mit dem Unparteiischen an, weil er das ein oder andere Mal von seinen Gegenspielern gelegt wurde. Nach den Partien fand der Mittelfeldspieler deutliche Worte: "Es kann einfach nicht sein, dass immer noch solche Leute spiele pfeifen dürfen. Mir ist egal, ob wir hier Championsleague oder Essener Amateurfußball spielen, ich erwarte Leute mit Kompetenz an der Pfeife", brachte er seine Verärgerung deutlich zur Kenntnis. "Ich werde mehrere Male mit beiden Beinen voraus gefoult und die Pfeife bleibt stumm. Dann wundern sich die Verbände, wieso manche Spieler auf dem Feld ausrasten. Darüber sollte mal diskutiert werden". All die Wut brachte nichts, denn Winfried Huttrop beendete die vierte Gruppe als Tabellenletzter. Blau-Gelb Überruhr und die DJK Katernberg sicherten sich Rang eins und zwei gefolgt von Yurdum Spor auf Rang drei.

Landesligist ESC Rellinghausen lieferte neben dem Vogelheimer SV die wohl sauberste Leistung des zweiten Hallentages in Gruppe zwei ab und gewann alle drei Spiele mit 20:6 Toren. Die DJK Dellwig und der FC Karnap folgten auf den Rängen zwei und drei, Alanya Essen schied in Gruppe zwei aus.

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