Der Stauder-Pokal 2017 ist vergeben. Der Oberligist SC Hassel konnte seinen Titel auch in diesem Jahr verteidigen.

Halle Gelsenkirchen

SC Hassel verteidigt seinen Titel

Robert Bauguitte
07. Januar 2017, 23:25 Uhr

Foto: Fynn Anders

Der Stauder-Pokal 2017 ist vergeben. Der Oberligist SC Hassel konnte seinen Titel auch in diesem Jahr verteidigen.

Die Falkowski-Elf setzte sich im Finale verdient mit 4:1 gegen Beckhausen durch. Dabei tat sich der Favorit in der Gruppenphase der Endrunde nicht immer leicht. Nach einem souveränen 4:0-Auftaktsieg gegen Genclerbirligi Resse zeigte der spätere Sieger im zweiten Spiel Nerven und verlor neben der eigenen Fassung (wir berichteten!) auch die Partie gegen Viktoria Resse mit 0:4. Die Grün-Weißen standen damit bereits im letzten Gruppenspiel gegen den SSV Buer mit dem Rücken zur Wand.

Nach einem souveränen 5:0-Erfolg gegen Buer sicherte sich das klassenhöchste Team aus dem Gelsenkirchener Kreis jedoch die Qualifikation für das Halbfinale. Hassel-Trainer Thomas Falkowski machte deshalb auch keinen Hehl aus seinem unbändigen Glauben an seine Mannschaft: "Ich bin stolz auf meine Spieler. Sie haben dieses Turnier beherrscht und in jedem Spiel ihre Stärke bewiesen. Das besagte Spiel gegen Viktoria Resse ist einfach streitbar, vor allem bin ich nicht mit jeder Schiedsrichterentscheidung einverstanden. Aber auch dort haben wir nicht so schlecht gespielt, wie es das Endergebnis aussagt. Nach dem Sieg gegen Buer und der Auslosung wusste ich, dass wir auch Horst-Emscher packen werden."

Das Halbfinale der beiden Teams war für viele Zuschauer am Schürenkamp nach der Auslosung auch eigentlich das vorweggenommene Finale. Umso erstaunlicher, dass sich Hassel mit 4:1 dann mehr als deutlich gegen den Mitfavoriten auf den Titel durchsetzen konnte. Horst-Trainer Jörg Krempicki konnte sich am Ende zwar nicht wie erhofft über einen möglichen Finaleinzug mit seiner Mannschaft freuen, war aber "absolut zufrieden und stolz" auf seine Truppe. Der Übungsleiter fügte an: "Wir waren nicht schlechter als Hassel. Aber unser junger Kader hat natürlich nicht die Erfahrung, um vorne die wichtigen Tore zu machen. Mir ist nur wichtig, dass sich hier keiner verletzt hat und alles andere ist morgen Schnee von gestern."

Viktorias Energieleistung wird nicht belohnt

Im zweiten Halbfinale konnten sich mit dem SuS Beckhausen und Viktoria Resse zwei Geheimfavoriten um den Einzug ins Einspiel messen. Als die Mehrheit der 750 Zuschauer am Schürenkamp beim Stande von 5:1 schon an einen SuS-Sieg glaubte, drehte Viktoria in den letzten Minuten richtig auf und rettete sich durch eine Energieleistung und ein 5:5-Unentschieden ins Neunmeterschießen. Dort musste Viktoria-Betreuer Patrick Kroll dann jedoch mitansehen, wie seine Mannschaftskollegen vom Punkt versagten. Der Mittelfeldspieler fand dennoch positive Aspekte: "Wir hätten natürlich gerne wieder das Finale erreicht wie letztes Jahr. Aber es sollte nicht sein. Ich bin total stolz auf meine jungen Burschen, die einfach gerannt sind wie die Bekloppten. Aber ich muss auch ein Lob an den Gegner Beckhausen aussprechen. Sie haben es verdient."

Insgesamt 2.500 Euro Preisgeld

Im großen Finale sollte es dann zum Showdown des Vorjahressiegers SC Hassel und dem SuS Beckhausen kommen. Erneut zeigte die Falkowski-Elf ihren unbändigen Siegeswillen und ließ beim 4:1-Sieg keine Zweifel am verdienten Gewinner des Stauder-Pokals 2017 aufkommen und stemmte schließlich den Pott in die Höhe.

Am Ende konnten dann alle Teams jubeln. Der Kreis Gelsenkirchen schüttete insgesamt 2.500 Euro Preisgeld aus, wovon der Sieger SC Hassel 900 Euro, der Zweitplazierte SuS Beckhausen 700 Euro, die beiden Drittplatzierten Viktoria Resse und Horst-Emscher 08 je 300 Euro sowie jedes an der Endrunde teilnehmende Team 100 Euro erhielt.

Sandro Poch verletzt sich schwer

Einen faden Beigeschmack hatte der Turniersieg für den SC Hassel dann doch noch. Mittelfeldspieler [person=3930]Sandro Poch[/person] verletzte sich bei der 0:4-Niederlage gegen Viktoria Resse schwer. Der 28-jährige zog sich einen Mittelfußbruch zu und wird seinem Trainer Thomas Falkowski wohl auf unbestimmte Zeit fehlen. Der Linienchef äußerte sich angesichts der Verletzung seines Leistungsträgers entsprechend ernüchtert: "Das soll keine Abwertung sein, aber ich würde diesen Pokal gegen seine Gesundheit eintauschen. Diese Verletzung ist sehr, sehr ärgerlich. Vor allem angesichts des Spielverlaufs."

Autor: Robert Bauguitte

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