Zum ersten Mal in der 23-jährigen Geschichte der Essener Hallenstadtmeisterschaft treffen Vereine aus den Kreisen 12 und 13 schon in der Qualifikation aufeinander.

Halle Essen

"Schneller auf Mallorca als in Bergeborbeck"

Martin Herms
07. Januar 2017, 18:14 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Zum ersten Mal in der 23-jährigen Geschichte der Essener Hallenstadtmeisterschaft treffen Vereine aus den Kreisen 12 und 13 schon in der Qualifikation aufeinander.

Fußball-Fans sind Gewohnheitstiere. Das haben zuletzt vor allem die Proteste gegen die Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga offenbart. Im Amateurfußball ist das nicht anders. 22 Jahre lang gab es bei der Essener Hallenstadtmeisterschaft einen geregelten Ablauf. Die ersten beiden von vier Runden werden in den Sporthallen in Werden und Bergeborbeck ausgetragen. Das ist bei der 23. Auflage nicht anders. Neu ist hingegen, dass die beiden Fußball-Kreise 12 (Süd) und 13 (Nord) schon vor der Zwischenrunde in Stoppenberg miteinander vermischt wurden. Teams aus dem Süden wie die Sportfreunde Niederwenigern, SuS Niederbonsfeld oder der SV Isinger liefen erstmals unter dem Halle Dach in Bergeborbeck auf, während einige Vereine aus dem Norden ungewohntes Terrain im Löwental betraten.

Erwartungsgemäß hat diese Maßnahme nicht jedem gefallen. "Da bin ich ja schneller auf Mallorca als in Bergeborbeck", kommentierte Niederbonsfelds Trainer Detlef Pehlke die ungewöhnlich weite Anreise mit einem Schmunzeln. "Ich denke, dass es bei einem einmaligen Testlauf bleiben wird. Anhand der ersten Reaktionen kann ich mir nicht vorstellen, dass dies in den nächsten Jahren auch so sein wird", sagte Pehlke, dessen Mannschaft am Samstag nach einer schwachen Leistung die Segel streichen musste. Die B-Ligisten FC Stoppenberg, Bader SV und Landesligist Sportfreunde Niederwenigern waren an diesem Tag stärker. Niederwenigern, Stadtmeister des Jahres 2015, gewann die Gruppe nach einem Ausrutscher zum Auftakt gegen den Bader SV (2:3).

Klinger und Elouriachi führen den FC Kray

Sportfreunde-Trainer Jürgen Margref teilte die Meinung seines Trainerkollegen Pehlke nicht. Der langjährige RWE-Profi sprach im Nachgang von einer positiven Erfahrung. "Für mich hat es hier sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viele alte Bekannte getroffen. Grundsätzlich befürworte ich, dass sich die Teams aus beiden Kreisen mal kennenlernen", sagte Margref.

Eine erfolgreiche Premiere im Essener Norden feierte auch Mitfavorit FC Kray. Angeführt von [person=4186]Ilias Elouriachi[/person] und [person=1685]Mario Klinger[/person], die zu den vier aufgebotenen Spielern aus dem Oberliga-Kader gehörten, setzte sich der FCK in seiner Gruppe letztlich souverän durch. Nach einem dürftigen 2:2-Remis gegen den Bezirksligisten SuS Haarzopf folgten zwei deutliche Siege gegen TuS Helene (4:1) und Fatihspor (9:1). Hallen-Trainer Dustin Paczulla konnte zufrieden resümieren: "Wir haben uns gefangen und waren am Ende deutlich zielstrebiger vor dem Tor. Ich denke, dass wir eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern haben."

Autor: Martin Herms

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