Mittwochvormittag geht’s los: Um 11.40 Uhr fliegt Schalke von Düsseldorf aus nach Valencia, von wo es mit dem Bus nach Benidorm geht.

Schalke

Kommen und Gehen in Spanien?

Manfred Hendriock
04. Januar 2017, 10:17 Uhr
Foto: firo

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Mittwochvormittag geht’s los: Um 11.40 Uhr fliegt Schalke von Düsseldorf aus nach Valencia, von wo es mit dem Bus nach Benidorm geht.

Dort, an der spanischen Costa Blanca, schlägt Schalke für eine Woche sein Winter-Trainingslager auf. Das Hotel „Melia Villaitana“ ist für die ersten Tage exklusiv reserviert, angesagt sind sonnige 16 Grad. Die Vorzeichen könnten schlechter sein.

Dennoch hat Schalke noch jede Menge Fragezeichen im Gepäck, wenn es in die Sonne geht. Ob schon ein Neuzugang im Trainingslager begrüßt werden kann, stand am Dienstag noch nicht fest. Dazu könnte der eine oder andere Spieler, der in der Hinrunde wenig zum Einsatz kam, die Schalker noch im Januar verlassen. Und, als größtes Problem, drückt Trainer Markus Weinzierl weiter der knappe Personalstand. Dass Eric Maxim Choupo-Moting seine Teilnahme am Afrika-Cup abgesagt hat und mit nach Benidorm fliegt (die WAZ berichtete bereits), war zwar eine höchst willkommene Nachricht. Ansonsten kehren von den Spielern, die vor Weihnachten nicht dabei waren, aber lediglich Naldo (damals gesperrt) und Matija Nastasic (damals verletzt) zurück.

Fünf Spieler gibt es im Schalker Kader, denen Abwanderungsgedanken nachgesagt werden. An erster Stelle natürlich Sidney Sam, den Schalke liebend gerne abgeben würde, für den sich bisher aber zumindest offiziell noch kein anderer Verein interessiert. Auch Ersatztorwart Fabian Giefer wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt, aber auf eine erfahrene Nummer zwei kann Schalke eigentlich nicht verzichten.

Hingegen würde der junge Torwart Timon Wellenreuther die Freigabe erhalten, weil er auf Schalke keine Perspektive hat. Und auch bei Junior Caicara ist Manager Christian Heidel gesprächsbereit, wenn dieser mit einem Wechselwunsch auf ihn zukommt: „Aber wir gehen nicht auf ihn zu“, betont Heidel, „Junior muss sehen, ob er seine Rolle annehmen will.“ Beim Trainingsauftakt am Dienstag auf Schalke war Caicara aber dabei.

Ähnlich verhält es sich bei Dennis Aogo, der nur in der Europa League auf seine Spielanteile gekommen ist. Dass der frühere Nationalspieler mit dieser Rolle nicht zufrieden ist, steht für seinen Berater Gordon Stipic außer Frage. Aber einen Winter-Wechsel von Aogo sieht Stipic im Gespräch mit der WAZ nicht: „Es geht in die Richtung, dass er seinen Vertrag erfüllen wird.“ Denn Aogo hat durchaus noch seine Einsatzchancen, er ist vielseitig und kann genau auf den Positionen spielen, auf denen zu Beginn der Rückrunde eine Vakanz herrscht, weil Nabil Bentaleb und Abdul Rahman Baba beim Afrika-Cup sind. Doch für den Sommer stehen die Zeichen eher auf Trennung: Dann läuft Aogos Vertrag auf Schalke aus.

Autor: Manfred Hendriock

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