Beim Mitternachtscup in Herten lief Jörg Giller noch in Trainingskleidung durch die gut gefüllten Räume.

SC Hassel

Neuer „Präsi“ nach Piotrowski-Rücktritt gefunden

Stefan Bunse
31. Dezember 2016, 13:42 Uhr
Foto: Heinrich Jung

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Beim Mitternachtscup in Herten lief Jörg Giller noch in Trainingskleidung durch die gut gefüllten Räume.

„Eigentlich kann mich so ja gar nicht mehr ablichten lassen“, lachte der designierte neue Vereinspräsident des SC Hassel. Trotz des frühen Ausscheidens im Viertelfinale nach einer 0:5-Klatsche gegen den TSV Marl-Hüls hatte Giller gute Laune.

Denn bald wird der Teammanager des Oberligisten, der auch zum Trainerstab gehört, wohl tatsächlich öfter „in Zivil“ zu beobachten sein. Denn Giller soll nach dem Rückzug von Bruno Piotrowski am 16.01.2017 auf der Jahreshauptversammlung zum neuen Vorsitzenden des SC Hassel gewählt werden. Aktuell ist das Amt verwaist. Damit würde er nicht nur als Abteilungsleiter, sondern auch formal als Vorsitzender des Vereins die Nachfolge von Piotrowski antreten, der sein Amt bereits abgegeben hat. „Ich würde, sofern ich gewählt werde, den Verein dann zusammen mit unserem Jugendleiter Jörg Böving führen“, nickt Giller. Und fügt hinzu: „Einer muss es ja machen.“

Wichtig ist ihm, nach dem Abgang von Piotrowski keine schmutzige Wäsche zu waschen. „Der Verein hat Bruno viel zu verdanken“, stimmt Vehbija Hodzic zu. „Er hat den SC Hassel aus der Bedeutungslosigkeit zurück in die Oberliga gebracht.“ Hodzic hat den sich noch bis Sonntag im Familienurlaub in Österreich befindenden Thomas Falkowski in Herten vertreten. „Und es ist nicht leicht, einen Verein mit so wenigen Zuschauern in der Oberliga zu halten.“

Das durchwachsene Abschneiden seiner Mannschaft beim Mitternachtscup kam für Hodzic nicht überraschend. „Wir sind mit nur sechs Feldspielern angetreten. Unter ihnen befand sich auch noch unser etatmäßiger Torwart Cedric Drobe. Wenn man sieht, dass der TSV Marl-Hüls zum Beispiel voll durch wechseln konnte, war klar, dass nicht mehr drin war“, nahm er das Aus gegen den Ligakonkurrenten sportlich. „Eigentlich wären wir nach der Niederlage in der Hinrunde und dem Unentschieden vor wenigen Wochen zu Hause ja mal dran gewesen. Das habe ich vor dem Spiel auch zu Sebastian Westerhoff gesagt. Aber er hat sich nicht daran gehalten“, lachte Hodzic.

Am Donnerstag, wenn die Truppe in die Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft eingreift, verspricht er einen anderen SC Hassel. „Da sind wir Titelverteidiger, dort werden wieder vier Spieler mehr im Kader stehen.“ Mal schauen, ob Giller dann schon im feinen Zwirn am Sportzentrum Schürenkamp auftaucht.

Autor: Stefan Bunse

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