Die Vorrunde im Gelsenkirchener Stauder-Pokal ist abgeschlossen. Am letzten Turniertag qualifizierten sich Teutonia Schalke und Union Neustadt. Zudem sorgte der Rückzug von Buer-Bülse für Verwirrung.

Halle Gelsenkirchen

Bülse-Rückzug sorgt für Diskussionsstoff

Robert Bauguitte
31. Dezember 2016, 09:59 Uhr
Foto: Fynn Anders

Foto: Fynn Anders

Die Vorrunde im Gelsenkirchener Stauder-Pokal ist abgeschlossen. Am letzten Turniertag qualifizierten sich Teutonia Schalke und Union Neustadt. Zudem sorgte der Rückzug von Buer-Bülse für Verwirrung.

Am letzten Tag der Vorrunde in der Gruppe G hatten gleich zwei Teams die Chance, sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Im Gegensatz zu den letzten Turniertagen kamen diesmal die beiden besten Mannschaften weiter, da in dieser Gruppe gleich fünf Klubs an den Start gingen.

Mit RW Wacker Bismarck hatte die Schießbude der letzten Jahre diesmal richtig gute Karten auf ein Weiterkommen, vergab dann allerdings jeweils knapp in der Schlussphase ihre Chance. "Ich glaube wir haben die beste Hallensaison seit Ewigkeiten gespielt. Die vergangenen Jahre haben wir immer ganz ordentlich auf die Mütze bekommen", äußerte sich ein recht zufriedener Trainer Tim Kämper nach Spielende.

Sein Team unterlag nach einem tollen 5:0-Auftaktsieg gegen SW Buer-Bülse dann aber allen folgenden Gegner mit nur einem Tor Unterschied. "Wir haben immer knapp verloren, aber es geht weiter. Nur durch Kampf alleine hast du letztendlich leider auch keine Punkte", scherzte der Linienchef.

Buer-Bülse sorgt für Diskussionen

Für den Aufreger der Vorrunde sorgte das Team von SW Buer-Bülse, die zum letzten Gruppenspiel gegen Teutonia Schalke gar nicht erst antraten. Die Mannschaft hatte nach einer Roten Karte gegen ihren Torwart die Sportanlage am Schürenkamp verlassen und war nicht mehr aufzufinden. Teutonia Schalke stand vor diesem Spiel bereits als Gruppensieger fest.

Alle Spiele mit Bülser Beteiligung werden anschließend mit 0:2 gegen den Verein gewertet. Im Beschluss des Kreises Gelsenkirchen heißt es hierzu: "Lässt ein Verein seine Mannschaft nicht mehr antreten oder wird Sie disqualifiziert, zählen seine vorausgegangenen Gruppenspiele als nicht gespielt und werden somit mit 2:0 Toren und 3 Punkten für den Gegner gewertet." Zudem kostet es eine Verbandsstrafe von 100 Euro.

Am Tabellenbild änderte dies bis auf eine entscheidende Ausnahme allerdings nichts mehr. Buer-Bülse hatte gegen alle Mannschaften verloren bis auf Haverkamp, die sich zu einem 3:3 gegen den SW mühten. Durch den Rückzug gewann das Team natürlich vor dem letzten Spiel gegen Union Neustadt die zwei Punkte.

Showdown im letzten Spiel

In der letzten Partie kam es dann zum Showdown der beiden Teams aus Haverkamp und Neustadt. Hier behielt Neustadt jedoch klar die Oberhand mit 3:0 und sicherte sich den zweiten Platz letztlich auch verdient trotz der „geschenkten“ Punkte für den Gegner. Union-Trainer Frank Adriaans sah dies entsprechend: "Dieser Sieg ist mehr als verdient. Wir sind nur mit sechs Feldspielern angereist. Daher ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, die es sehr souverän gelöst hat."

Wenn ich in einem Spiel der Liga nicht antrete, habe ich doch auch nicht die ganze Meisterschaft verloren
Frank Adriaans

Der Linienchef brach zudem eine Lanze für Buer-Bülse: "Die Regel gibt es nunmal so her, so steht es auf dem Papier. Aber man sollte vielleicht doch noch einmal über eine Regeländerung nachdenken. Wenn ich in einem Spiel der Liga nicht antrete, habe ich doch auch nicht die ganze Meisterschaft verloren."

Autor: Robert Bauguitte

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