Halle Gelsenkirchen

Hansa Scholven provoziert Spielabbruch

Robert Bauguitte
28. Dezember 2016, 22:05 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Auch der zweite Turniertag in der Vorrunde des Gelsenkirchener Hallenturniers verlief ereignisreich. Hansa Scholven erhielt zwei Rote Karten und provozierte einen Spielabbruch.

Am zweiten Tag der Vorrunde am Schürenkamp setzten sich mit Eintracht Erle in der Gruppe C und Beckhausen 05 in der Gruppe D die Favoriten durch. Mit jeweils neun Punkten konnten beide Mannschaften ihre drei Gruppenspiele alle souverän gewinnen und zogen damit verdient in die Zwischenrunde im neuen Jahr ein. Für die Zweitplatzierten Hansa Scholven und Preußen Sutum ist das Turnier dagegen beendet, denn nach Turniermodus kommt nur der beste Zweitplatzierte der Gruppen A-F weiter.

Turbulent wurde es dabei vor allem in der Gruppe C. Für einen Eklat sorgte die Mannschaft von Hansa Scholven, die nach zwei roten Karten im Spiel gegen Eintracht Erle komplett die Fassung verlor und einen Spielabbruch provozierte. Radwan Hachem kassierte nach wiederholtem Foulspiel den ersten Feldverweis vom Schiedsrichter. Hachem hatte bereits eine Zeitstrafe abgesessen und ließ anschließend seinen Frust am Referee aus: "Dir gehört die Lizenz entzogen, geh mal lieber nach Hause." Der Spielleiter konterte süffisant: "Ich empfehle Ihnen eine bessere Kinderstube."

Auch danach konnten sich die Hansa-Spieler nicht beruhigen. Pascal Odrich, der ebenfalls bereits eine zweiminütige Verwarnung hinter sich hatte, ließ sich zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen und sah damit die zweite Rote Karte seiner Mannschaft innerhalb weniger Minuten. Anschließend brachen bei Hansa Scholvens Spieler alle Dämme. Nach lautstarken Protesten gegen den Schiedsrichter verließen sie geschlossen das Feld und sorgten so für den anschließenden Spielabbruch beim Stande von 1:7. Für die beiden Spieler haben die Platzverweise nun Auswirkungen auf die Vorbereitung ihrer Mannschaft, da sie mit einer mindestens zweiwöchigen Sperre rechnen müssen.

In der Gruppe D konnte sich dagegen Tim Roeder von Westfalia Buer über das 100. Turniertor freuen. Sein Kopfball gegen Preußen Sutum reichte jedoch nicht zum Sieg seiner Mannschaft, die 2:3 unterlag. Auch im zweiten Spiel schmiss die Westfalia noch einmal alles in die Waagschale und traf sogar in Unterzahl. Am Ende musste sich das Team trotzdem erneut mit 2:3 gegen den späteren Gruppensieger SuS Beckhausen geschlagen geben und schied damit aus dem Turnier aus.

Mehrere Unterbrechungen wegen Verletzungen
Insgesamt gab es mehrere Unterbrechungen aufgrund von kurzen Verletzungspausen. Meistens machten die Spieler dabei mit dem harten Hallenuntergrund Bekanntschaft und in zwei Fällen gab es auch zwei Platzwunden (beide VfL Resse), die aber noch vor Ort behandelt wurden.

Autor: Robert Bauguitte

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