Trainer Ilia Gruev möchte nicht klagen. „Der Fußball ist kein Wunschkonzert“, sagte der Coach des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg nach dem 1:1 (1:1) beim Aufsteiger FSV Zwickau.

MSV

Herbstmeister mit drei Zählern Vorsprung auf Rang drei

Dirk Retzlaff
18. Dezember 2016, 18:21 Uhr
Foto: MaBo-Sport

Foto: MaBo-Sport

Trainer Ilia Gruev möchte nicht klagen. „Der Fußball ist kein Wunschkonzert“, sagte der Coach des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg nach dem 1:1 (1:1) beim Aufsteiger FSV Zwickau.

Natürlich hätte der Deutsch-Bulgare gerne in Zwickau gewonnen. Doch es könnte schlimmer sein. Tabellenführung ausgebaut, die Herbstmeisterschaft gefeiert und erneut gepunktet. Frohe Weihnachten.

Drei Zähler vor dem Relegationsrang

Der MSV stand bereits vor dem Anpfiff im Zwickauer Stadion, das vor den Toren der Stadt schmucklos in einer Plattenbau-Siedlung liegt, als Herbstmeister fest. Der VfL Osnabrück verlor am Samstag mit 1:3 in Paderborn, damit war klar, dass der MSV auf Platz eins überwintern darf. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang. So entspannt konnten die Zebras seit Jahren nicht Weihnachten feiern.

Zlatko Janjic brachte den MSV nach 16 Minuten vor 5268 Zuschauern nach einer missglückten Abwehraktion der Zwickauer im Nachschuss in Führung. Ausgerechnet Janjic. In der Vorwoche beim Sieg über Fortuna Köln wurde er noch ausgepfiffen. Unter der Woche ergriff Ilia Gruev Partei für den Offensivspieler. Gestern bedankte er sich für das Vertrauen mit dem 1:0. Es war sein fünfter Saisontreffer. Es ist weiterhin kurios, dass er damit erfolgreichster Torschütze des Tabellenführers ist. Aber langsam wird’s etwas mit der Torquote.

Der MSV trat im Mittelfeld dominant auf, war im Angriff gefährlich, leistete sich aber entgegen der Gewohnheit einige Unaufmerksamkeiten in der Abwehr. Schon in der zweiten Minute hätte Dustin Bomheuer – zuletzt von seinem Trainer zum besten Innenverteidiger der Liga ernannt – beinahe einen dicken Bock in Form eines Eigentores geschossen. Der Ball landete neben dem Duisburger Kasten.

In der 26. Minute bewahrte MSV-Torwart Mark Flekken sein Team mit einem starken Reflex gegen Mike Könnecke vor dem Ausgleich. Acht Minuten später war der Niederländer aber geschlagen. Ronny König erzielte per Kopf das 1:1.

Das brachte den MSV ein wenig aus dem Konzept. Der Spitzenreiter verlor den Faden, meldete sich aber kurz vor der Pause zurück. Stürmer Kingsley Onuegbu hatte bei einer Direktannahme aus kurzer Distanz Pech. Er schoss über das Tor.

Nach dem Wechsel waren die abstiegsbedrohten Gastgeber dem Sieg näher. Letztlich sicherte Mark Flekken dem Herbstmeister den Punkt. Per Fußabwehr klärte er gegen Jonas Nietfeld (61.). Neun Minuten vor dem Abpfiff rettete Flekken erneut gegen Nietfeld, den Nachschuss versemmelte Marcel Baer.

Autor: Dirk Retzlaff

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren