Die meisten Fußballer und deren Trainer sehnen die Winterpause herbei. Beim VfB Homberg sieht das anders aus.

Homberg

VfB will Erfolgsserie ausbauen

Sven Kowalski
17. Dezember 2016, 08:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Die meisten Fußballer und deren Trainer sehnen die Winterpause herbei. Beim VfB Homberg sieht das anders aus.

„Wir hätten noch einiges im Kessel und könnten gern weitermachen“, sagt Stefan Janßen vor dem letzten Oberliga-Spiel des Jahres. In den vergangenen neun Partien ohne Niederlage hätten seine Kicker „Blut geleckt“, berichtet der Trainer. Diese Serie wollen sie auch morgen im Heimspiel (15 Uhr) am Rheindeich gegen den VfB Hilden fortsetzen und „mit einem Erfolgserlebnis den Tannenbaum aufbauen“, so Janßen.
Der Trainer ist „ein wenig traurig, dass das Sportjahr 2016 zu Ende geht“, wie er sagt. „Denn es war einfach so ein schönes Jahr. Mit dem Aufstieg als krönendem Abschluss des ersten Halbjahres und zuletzt der Wahl zu Duisburgs Trainer des Jahres und zur zweitbesten Mannschaft. Aber irgendwann muss alles einmal zu Ende gehen. Gegen Hilden wollen wir unsere Serie auf zehn Spiele ausbauen und dieses schöne Jahr erfolgreich abschließen.“

Im Hinspiel holten die Homberger nach einer 2:0-Führung in der 71. Minute nur einen Punkt. In der dritten Minute der Nachspielzeit kassierte der VfB das 2:2. „Ich weiß noch, was ich meinen enttäuschten Spielern damals gesagt habe“, erinnert sich Janßen. „Dass Hilden ein Team mit ungeheurem Willen ist und sich damit noch viele Punkte sichern wird. Und das ist eingetreten.“ Die Tabelle gibt dem Trainer Recht. Mit 29 Zählern und der drittbesten Offensive (39 Tore) steht Hilden auf Platz fünf – einen Punkt vor dem Siebten aus Homberg. „Für mich gibt es drei Überraschungsteams in der Liga“, sagt Janßen, „Schonnebeck, uns selbst, aber eben auch Hilden. Für viele waren sie wie wir auch der Absteiger Nummer eins. Aber wir haben sie alle Lügen gestraft.“

Beide Teams sind bereit, alles rauszuhauen. Bei diesen Eigenschaften der beiden Teams ist ein verbissenes Duell zum Jahresabschluss am Rheindeich zu erwarten. „Wenn wir die Möglichkeit haben, Hilden in der Tabelle zu überholen, möchten wir diese natürlich gern wahrnehmen“, sagt der Trainer, „aber das Wichtigste ist, dass wir den Abstand nach unten halten und möglichst weiter ausbauen.“

Das Sportjahr 2016 zu toppen, wird schwierig für den VfB Homberg und dessen Trainer. Die Startposition könnte aber besser kaum sein. Im besten Fall könnte der VfB als Fünfter ins neue Jahr gehen. Janßen nimmt es entspannt: „Jeder steht am Ende auf dem Platz, den er sich erarbeitet hat. Für uns ist entscheidend, dass es nicht die letzten vier Plätze sind.“Und das wäre definitiv ein Erfolg.

Autor: Sven Kowalski

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