Jürgen Lucas kann zufrieden auf sein erstes halbes Jahr als Sportdirektor bei Rot-Weiss Essen zurückblicken.

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Lucas wird "niemanden vom Hof jagen"

15. Dezember 2016, 09:37 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Jürgen Lucas kann zufrieden auf sein erstes halbes Jahr als Sportdirektor bei Rot-Weiss Essen zurückblicken.

Nachdem er sein Amt im Sommer angetreten hatte, sagte er: „Wir müssen sportlich besser werden, keine Frage.“ Diese geforderte sportliche Verbesserung ist zweifelsfrei eingetreten.

Nach einer durchwachsenen letzten Saison ist die Mannschaft von Trainer Sven Demandt mittlerweile immerhin mehr oder weniger oben dran. Bei einem Sieg gegen die abstiegsbedrohte U23 von Fortuna Düsseldorf könnte für die Essener Rot-Weissen der Rückstand auf die Tabellenspitze auf neun Punkte zusammenschrumpfen. Nach zuletzt zwei Siegen gegen die Aufsteiger aus Bonn und Wuppertal kann auch das teils nervöse Fanlager ein entspannteres Weihnachtsfest feiern.

Lucas’ erstes Fazit fällt jedenfalls zunächst einmal positiv aus: „Wir haben ja noch ein Spiel vor uns und das wollen wir erfolgreich gestalten. Ich würde schon sagen, dass wir eine richtig gute Tendenz haben, vor allem zum Ausklang der Hinrunde und den ersten Rückrundenspielen.“ Schließlich sind die Essener seit mittlerweile zehn Spielen ungeschlagen, holten aus diesen Partien 20 Punkte. Zudem hat die Demandt-Elf das Niederrheinpokal-Halbfinale erreichen können. „Das war sehr wichtig. Da sind wir im Soll.“

Dem Sportlichen Leiter geht es jedoch noch um mehr. Schließlich geht es nun auch schon darum, Grundsteine für das Jahr zwei unter der Initiative "Zusammen Hoch3" zu legen: „Wir wollen auch weiterhin Eindrücke sammeln, wie wir uns in der Zukunft ausrichten und wie wir da das Bestmögliche rausholen können.“

Dazu gehört es auch, an Stellschrauben im Kader zu drehen. Die ersten Gespräche haben diesbezüglich bereits stattgefunden. Lucas: „Es ist schon was geplant. Wir werden uns vielleicht auch auf Wunsch von dem ein oder anderen Spieler trennen.“ Allerdings nur im beidseitigen Einverständnis. Lucas: „Wir werden niemanden vom Hof jagen, weil das auch keiner verdient hat. Wenn einer seine gewünschte Zeit nicht bekommt, sind wir gesprächsbereit.“

Neuzugänge sind allerdings auch weiterhin nur machbar, wenn ein Akteur den Verein verlässt. „Das Budget gibt etwas anderes nicht her. Zudem würden wir nur dann jemanden holen, wenn es auch für die nächste Saison passt. Aktuell ist da nichts in Sicht“, erklärt Lucas.

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