Für RWE-Coach Sven Demandt ist die Fahrt nach Düsseldorf eine Reise in die Vergangenheit.

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In Düsseldorf genießt Demandt noch Kultstatus

16. Dezember 2016, 09:18 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Für RWE-Coach Sven Demandt ist die Fahrt nach Düsseldorf eine Reise in die Vergangenheit.

Insgesamt acht Jahre spielte er für die Fortuna, 1989 verließ er den Verein für ein einjähriges Intermezzo bei Bayer 04 Leverkusen. In diesem Jahr gehörte er beim Essener Rivalen zur „Düsseldorfer Rasselbande“ vom damaligen Trainer Aleksandar Ristic und schoss den Verein mit 35 Toren aus 38 Spielen zurück in die Bundesliga. Bei den Fans genießt „der schreckliche Sven“ immer noch Kultstatus.

Somit ist auch klar, dass die Rückkehr ins Paul-Janes-Stadion kein normales Spiel für den 51-Jährigen ist: „Es ist zwar schon etwas länger her, aber ich habe acht Jahre dort verbracht. Der Flinger Broich war zu der Zeit auch unsere Trainingsstätte.“ Aber auch in der Landeshauptstadt ginge es nur um drei Punkte. „Nichtsdestotrotz: Wenn ich da hinkomme, denke ich an manche Tage zurück, als ich als 18-Jähriger aus Köln dahingekommen und dort zum Bundesligaspieler geworden bin.“

Der Gegner ist mit der Düsseldorfer U23 jedoch eine große Unbekannte. Zwar steht die Mannschaft von Trainer Taskin Aksoy mit 16 Punkten auf einem Abstiegsplatz, dennoch müssen die Essener Rot-Weissen gewarnt sein. Schließlich bekommt die U23 des Zweitligisten immer wieder Unterstützung aus dem Profikader. Zuletzt gegen Top-Team Viktoria Köln waren es gleich sieben Mann. Demandt: „Die haben natürlich eine hohe Fluktuation, extremer als bei anderen zweiten Mannschaften. Mal kommen viele von oben, mal sind es weniger. Dadurch, dass die erste Mannschaft am Freitag spielt, glaube ich nicht, dass da viele kommen.“ Unabhängig davon besäßen die aushelfenden jungen Spieler zwar Profi-Verträge, würden aber auch nicht über die große Erfahrung verfügen.„Logischerweise hat die Mannschaft dann eine andere Qualität, aber die Spielweise wird ähnlich sein. Aber für uns ändert sich dann gar nicht so viel.“

Das Personal ist komplett

Einfluss auf das eigene Spiel soll das Ganze daher nicht nehmen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch gegen Düsseldorf wieder die gleiche Elf antritt, wie bei den Siegen zuletzt in Bonn und zuhause gegen den Wuppertaler SV. Demandt: „Ich halte zwar nichts von so Weisheiten wie: ‘Never change a winning team’. Aber ich habe den Eindruck, dass wir momentan eine gute Struktur gefunden haben, daher ist es sehr gut möglich, dass wir wieder mit der Formation auflaufen wie zuletzt. Es gibt Momente, da hat man nicht viel Grund etwas zu ändern.“

Das würde wiederum bedeuten, dass Demandt auch wieder auf die beiden Youngster Nico Lucas und Timo Becker setzt. Insgesamt kann der Fußballlehrer personell weiterhin fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Keeper Niclas Heimann und Stürmer Kai Druschky stehen aktuell 22 Feldspieler im Mannschaftstraining. Beide sollen zum Start der Rückrundenvorbereitung am 9. Januar wieder zum Team zurückkehren. Demandt: „Das ist für einen Trainer natürlich sehr angenehm.“

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