Alemannia Aachen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Diese könnten bald schon Geschichte sein.

Aachen

Neuer Investor für die Alemannia?

Krystian Wozniak
13. Dezember 2016, 18:48 Uhr
Foto: Micha Korb

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Alemannia Aachen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Diese könnten bald schon Geschichte sein.

Nach Informationen der "Aachener Zeitung" soll der Aufsichtsrat des Regionalligisten mit einem potentiellen Investor. Nachdem die Verhandlungen mit der Berateragentur "arena11" scheiterten, könnten jetzt Wirtschaftsinvestoren am Tivoli einsteigen. Als Berater des Investors soll Wolfgang Holzhäuser, ehemaliger Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen, fungieren. Im Gespräch ist eine Summe von rund vier Millionen Euro, die die Investoren den Aachenern zur Verfügung stellen wollen. Im Gegenzug sollen sie 49 Prozent Anteile an der Fußballabteilung erhalten.

Aachens Aufsichtsratschef Dr. Christian Steinborn stand am Dienstag für RevierSport Rede und Antwort.

Christian Steinborn, ist die Alemannia ihre finanziellen Sorgen schon los?
Wir freuen uns, dass es Investoren gibt, die sich für die Alemannia interessieren. Das zeigt einmal mehr die Attraktivität dieses Klubs. Es ist aber noch nichts in trockenen Tüchern.

Doch Sie scheinen da auf einem guten Weg zu sein oder?
Ich kann aktuell nicht mehr sagen, als das, was in der Presse durchgesickert ist. So viel kann ich verraten: Noch vor Weihnachten werden sich die Investoren der Aachener Öffentlichkeit vorstellen. Dann werden wir weiter sehen.

Zuletzt war die Rede davon, dass der Alemannia 400.000 Euro fehlen würden, um die laufende Spielzeit sicherzustellen. Da würde ein Investor zur richtigen Zeit kommen...
Ja, dem kann ich nicht widersprechen. Aber nochmal: Die Tinte ist noch nicht trocken und wir müssen uns gedulden. Vielleicht wissen wir in ein paar Tagen schon mehr.

Wie zufrieden sind Sie eigentlich mit der aktuellen sportlichen Lage?
Wir sind sehr zufrieden. Mit unseren begrenzten finanziellen Möglichkeiten stehen wir gut da. Natürlich fehlt etwas die Konstanz, sonst wären wir auf Schlagdistanz. Jetzt sind es 13 Punkte Rückstand auf Platz eins. Aber Wunder gibt es im Fußball immer wieder. Wir werden in der Rückrunde versuchen nochmal oben ranzukommen.

Wird es personelle Veränderungen im Kader geben?
Das kann ich aktuell nicht beantworten. Wir müssen jetzt die nächsten Tage und Wochen abwarten, wie es mit dem potenziellen Investoren weitergeht.

Autor: Krystian Wozniak

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