Die Niederlage an einer bestimmten Szene festzumachen, würde dem Spielverlauf nicht gerecht werden.

RWO

Pleite gegen Kleve - U23 verliert Spitze aus den Augen

Ralf Bögeholz
12. Dezember 2016, 09:01 Uhr
Foto: Jörg Schimmel

Foto: Jörg Schimmel

Die Niederlage an einer bestimmten Szene festzumachen, würde dem Spielverlauf nicht gerecht werden.

Es gab aus Sicht der U 23 von RWO gestern gegen den 1. FC Kleve einige unglückliche Szenen, die zusammengenommen zur 2:3 (1:2)-Niederlage der Oberhausener führten. Damit ist zum Start der Rückrunde der Rückstand auf Tabellenführer Straelen weiter angewachsen und der VfL Rhede liegt nur noch einen Hauch zurück.

„Eine wirklich unnötige Niederlage“, fand ein niedergeschlagener und heiserer Trainer Dimi Pappas nach der Partie, den auch die lobenden Worte seines Gegenübers Thomas von Kuczkowski nicht aufrichten konnten. Die unglücklichen Szenen aus RWO-Sicht begannen schon in der sechsten Minute. Bei einem Klever Einwurf in Höhe des RWO-Strafraums beorderte Pappas Boran Sezen zur Absicherung des Rückraums zum Klever Tim Janz mit der Nummer drei. Doch der Stürmer orientierte sich zur „13“ der Klever und wie es das Schicksal so wollte, kam der abgewehrte Ball tatsächlich zu Janz, der aus knapp 25 Metern das Leder zum 0:1 in den Winkel drosch.

Danach übernahm RWO die Kontrolle, doch vor allem der agile Raphael Steinmetz konnte Kleves Keeper Sascha Horsmann nicht überwinden. In der 33. Minute dann der nächste Rückschlag. Daniel Neustädter hatte einen langen Klever Ball an der Strafraumgrenze bereits abgefangen, blieb dann aber stehen, weil er glaubte, gefoult worden zu sein. Einen Pfiff des Schiedsrichters gab es jedoch nicht und so schnappte sich Jan-Luca Geurtz den Ball und schob zum 0:2 ein.

In der 42. Minute kam es noch dicker. Nach einem Klever Foul an der Mittellinie warf Robin Riebling den Ball zurück zum Tatort, Geurtz fühlte sich dabei vom Ellenbogen berührt und stürzte theatralisch zu Boden. Das Gespann fand die Schauspiel-Einlage offenbar so gut, dass sie den RWO-Innenverteidiger vom Platz stellten.

Mit der entsprechenden Wut im Bauch gelang dann Steinmetz nach Doppelpass mit Manuel Schiebener noch vor der Pause das 1:2 und auch nach dem Wechsel spielten fast nur noch die dezimierten Gastgeber. Die Klever schossen noch genau einmal aufs Tor, doch dieser Versuch von Sebastian van Brakel aus 17 Metern sorgte für das 1:3 (53.). Die Entscheidung war das jedoch nicht, RWO stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage. Nach verpassten Chancen von Nico Kuipers (58.) und Justin Walker (59.) verkürzte Boran Sezen per Strafstoß nach einem Handspiel von Janz (62.).

In der folgenden halben Stunde drängte RWO mit letzter Kraft, doch die komplett zurückgezogenen Gäste retteten das Ergebnis über die Zeit.

Autor: Ralf Bögeholz

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