Auf Schönheit kam es nun wirklich nicht an. Und wer Torwartparaden schätzt oder kribbelige Torraumszenen, der kam ebenfalls nicht auf seine Kosten.

RWE

Sieg gegen WSV - Zehntes Spiel in Serie ungeschlagen

Rolf Hantel
11. Dezember 2016, 18:50 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Auf Schönheit kam es nun wirklich nicht an. Und wer Torwartparaden schätzt oder kribbelige Torraumszenen, der kam ebenfalls nicht auf seine Kosten.

Aber Rot-Weiss Essen und der tapfere Wuppertaler SV lieferten sich ein intensives, spannendes und kampfbetontes Duell, das RWE mit 1:0 gewann durch ein frühes Tor von Dennis Malura (10.). Die rot-weisse Serie hält an. Seit zehn Spielen ist RWE nun unbesiegt und wieder auf Rang vier angekommen.

Zum letzten Heimspiel des Jahres wollten es die Rot-Weissen noch einmal so richtig krachen lassen. “Die hauen wir weg”, meinte RWE-Boss Michael Welling, und die Vorfreude auf dieses Spiel gegen den WSV war ihm deutlich anzusehen. Doch so leicht würde es wohl nicht werden, das war schon vor dem Anpfiff klar. Schon im Hinspiel (0:0) hatte der WSV gezeigt, dass er zwar Aufsteiger ist, aber durchaus die Qualität besitzt, um sich in der Regionalliga zu behaupten. Und Wuppertals Trainer Stefan Vollmerhausen hatte unter der Woche nichtssagend angedeutet, dass er durchaus Ansätze entdeckt habe, wo Essen zu packen sei.

RWE-Trainer Sven Demandt vertraute der Mannschaft, die zuletzt mit 2:1 in Bonn gewonnen hatte. Wieder waren die beiden Youngster Nico Lucas und Timo Becker in der Startformation, und Dennis Malura agierte vorgezogen auf der rechten Seite, weil auch das gut in Bonn funktioniert hatte. Man darf dem Fußballlehrer ein feines Gespür attestieren, denn es war eine gute Entscheidung, denn Malura war es, der die Gastgeber in Führung brachte. Die Flanke kam von Links, Marcel Platzek köpfte, doch WSV-Keeper reagierte stark, konnte den Ball aber nur kurz abwehren. Malura preschte heran und versenkte die Kugel gnadenlos sicher zum 1:0 (10.).

Das gab den Essenern weitere Schub, die Wuppertal permanent unter Druck setzten. Auch wenn die klaren Chancen ausblieben, die Rot-Weissen machten ein gutes, engagiertes Spiel, sie setzten nach und zeigten gegen den kompakten Widersacher die Leidenschaft und Konsequenz in den Zweikämpfen, was von den Fans ja immer eingefordert wird. Vorbildlich machte es Innenverteidiger Philipp Zeiger, der WSV-Regisseur Gaetano Manno im Strafraum überragend abgrätschte (7.). Das wollen die RWE-Fans sehen, Jubel brandete auf der Lärmpegel schlug wenig später so richtig aus, als Rot-Weiss die Führung gelang.

Der WSV brauchte etwas Zeit, sich zu sammeln, befreite sich aber nach gut einer halben Stunde und kam wieder häufiger vor das Essener Tor, ohne wirklich gefährlich zu werden. Dafür fehlte - wie auf der anderen Seite allerdings auch - oftmals die Genauigkeit. Außerdem hatten die Gäste in Silvio Pagano einen erfahrenen Offensivstrategen verloren. Nach einem Zusammenprall mit Grund musste der Wuppertaler mit starkem Nasenbluten raus. Gesunde Härte und Kampfkraft waren angesagt in diesem Duell. das in Hälfte eins kaum Torchancen bot. Es wurde malocht, unermüdlich, die Kontrahenten schenkten sich wirklich nichts an diesem Nachmittag.

Es blieb spannend, der Ausgang völlig offen. Der WSV ging drauf, presste früh, sodass die Essener Mühe hatten, einen geordneten Spielaufbau auf den Rasen zu bekommen. Die Gäste spielten den Ball einige Male recht gefällig nach vorn, doch die RWE-Defensive blieb aufmerksam, allen voran Philipp Zeiger im Zentrum, der immer wieder die aufflackernde Gefahr löschte.

Die Roten kamen immer weniger zum Zug, doch dann hatte Platzek plötzlich die Riesenchance, als er allein vor dem Tor auftauchte, den Ball jedoch nicht richtig kontrollieren konnte. Sekunden später zog Baier ab aus 20 Metern, und WSV-Keeper Wickll lenkte den Ball mit einer Klasse- Reaktion an den Pfosten (83.), Im Nachgang zappelte der Ball zwar dann doch noch im Netz, Platzek stand bei seinem Kopfball allerdings im Abseits. Am Ende jubelte Rot-Weiss, Wuppertal indes schlich geknickt vom Platz. Auch sie hatten einen großen Kampf geliefert, bekommen haben sie jedoch nichts dafür.

Autor: Rolf Hantel

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